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Der BUND-Arbeitskreis "Wirtschaft und Finanzen"

Der Arbeitskreis bei seinem Jubiläumstreffen in Bad Boll.
Der Arbeitskreis bei seinem Jubiläumstreffen in Bad Boll.

Ökologie und Ökonomie – ein Widerspruch?

Können Ökologie und Ökonomie friedlich koexistieren? Oder bedeutet Umweltschutz zwangsläufig den Verlust von Arbeitsplätzen und Wettbewerbsnachteile? Welche Chancen und Risiken birgt der Einsatz ökonomischer Instrumente im Umweltschutz? Und welche Möglichkeiten haben die Unternehmen selbst, ein nachhaltiges Wirtschaften zu fördern?

Diese oft gestellten Fragen versucht der Arbeitskreis Wirtschaft und Finanzen des BUND zu beantworten. Dabei verknüpft er wissenschaftlich-theoretische Überlegungen mit der realpolitischen Praxis. Sein Ziel: langfristige strategische Konzepte. Andererseits begleitet der AK kritisch die Tagespolitik. Rund 100 Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen gehören dem Arbeitskreis an, 30 davon bilden den besonders aktiven Kern. Sie treffen sich regelmäßig auf den Frühjahrs- und Herbstsitzungen des AK an attraktiven Tagungsorten. Ihre Aufgabe ist es, Positionspapiere und Stellungnahmen zu veröffentlichen, den BUND in verschiedenen Gremien zu vertreten und die Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen.

Der Arbeitskreis Wirtschaft und Finanzen kann seine Wurzeln fast bis in die Gründungszeit des BUND zurückverfolgen. Schon 1980 fanden sich umweltpolitisch engagierte Ökonomen und ökonomisch Interessierte zusammen, um ihren wirtschaftswissenschaftlichen Sachverstand in den Dienst der Umwelt zu stellen. Mit der BUND-Veröffentlichung "Arbeit ohne Umweltzerstörung" im Jahr 1983 gelang es, das Thema "Ökologische Steuerreform" in der umweltpolitischen Debatte zu etablieren. Vom AK gingen später wesentliche Impulse für die 1996 erschienene Studie "Zukunftsfähiges Deutschland" von BUND und Misereor aus. In den 90er Jahren erweiterte der AK sein inhaltliches Spektrum um betriebswirtschaftliche Fragen. Ein Ergebnis war die Veröffentlichung "Zukunfsfähige Unternehmen" im Jahr 2002.

Aktuelle Aktivitäten

In den vergangenen Jahren dominierten die ökologische Finanzreform und der Emissionshandel als klassische Instrumente der Umweltökonomie die Diskussion; sie werden auch weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Auch die Renaissance des Themas Wirtschaftswachstum und seine ökologischen und sozialen Grenzen werden die Debatten im AK in der nahen Zukunft bestimmen. Nicht zuletzt gewinnt das eher einzelwirtschaftliche Thema Corporate Social Responsibility zunehmend an Bedeutung.

Neben diesen Fragen ist der AK "Wirtschaft und Finanzen" aber immer für neue Themenfelder offen. Wer an einer Mitarbeit interessiert ist, erfährt alles Wissenswerte beim Arbeitskreissprecher. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied und auf spannende Diskussionen mit Euch und Ihnen.

Kontakt

Arbeitskreissprecher: Dr. Sven Rudolph
Stellvertretender Arbeitskreissprecher: Prof. Dr. Rudi Kurz

Tagungsbände des AK Wirtschaft und Finanzen



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Unternehmen haben einen erheblichen Einfluss auf die sozialen und ökologischen Bedingungen auf der Erde. Insbesondere multinationale Konzerne sind mächtige Akteure, die sich nationalstaatlichen Steuerungsversuchen oft effektiv entziehen.
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