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Der BUND-Arbeitskreis Meer und Küste

Aktiv in der Brandung

Am Strand stehen, den Blick zum Horizont streifen lassen und einen ungetrübten Urlaub am Meer verbringen – dieses Vergnügen will der Arbeitskreis "Meer und Küste" in die Zukunft retten. Die Hälfte seiner etwa 40 Mitglieder ist aktiv dabei. Ihre Erfahrungen und Interessen verschmelzen im Arbeitskreis zu einem Wissenspotpourri. Biologen, Kapitäne, Wissenschaftler, Hochschuldozenten, Pensionäre, Hobbyornithologen und hauptberufliche Naturschützer - nicht nur aus dem BUND - treffen sich hier im Dienst der Sache.

Aktuelle Schwerpunkte

Wer sich intensiver mit dem Meer beschäftigt, stößt auf viele offene Fragen und leider auch viele Probleme. Der Arbeitskreis greift einzelne Themen auf und versucht diese auf politischer Ebene und bürgernah zu bearbeiten. Ein solches Thema ist der Ausbau der Windenergie auf hoher See. Der Bau und Betrieb dieser Windräder kann Meeresvögel, Robben und Wale, Fische und Bodenlebewesen beeinträchtigen; auch der Blick über den Horizont wird heute schon von einzelnen Windparks getrübt. In der Diskussion zwischen Klimaschutz und Meeresnaturschutz versucht der Arbeitskreis fachlich zu vermitteln, ohne zu blockieren. Ein Ergebnis ist das mit den BUND-Arbeitskreisen Naturschutz und Energie gemeinsam formulierte Positionspapier zur Windenergie. Über dieses Positionspapier hinaus setzt sich der Arbeitskreis mit der Landanbindung der auf See produzierten Energie auseinander, da mögliche Kabeltrassen Schutzgebiete im Küstenbereich durchschneiden können.

Um diese und andere Meeresgebiete vor verschiedenen Bedrohungen nachhaltig zu schützen, setzt sich der Arbeitskreis für die Einrichtung streng kontrollierter Reservate ein. Dies kann ein Nationalpark in Küstennähe sein oder ein Naturschutzgebiet in der "ausschließlichen Wirtschaftszone" der Nordsee und Ostsee (jenseits der 12-Seemeilen-Zone). Hier werben wir für den Arten- und Biotopschutz, wollen aber auch vermitteln zwischen betroffenen Interessengruppen. Gemeinsam mit dem ostseeweiten Umweltverbandsnetzwerk Coalition Clean Balti (CBB; Koalition für eine saubere Ostsee) prüften wir, wie Empfehlungen und Richtlinien zum Küstennaturschutz rund um die Ostsee umgesetzt werden, und zeigten Handlungsdefizite auf. Weiterhin initiiert der Arbeitskreis unterstützt durch das CCB-Netzwerk die Weiterführung des Grünen Bandes entlang der Ostseeküste bis hin zur finnischen Küste. Der BUND ist Gründungsmitglied der CCB und nutzt sie, um sich bei diesen und anderen Fragen des grenzüberschreitenden Meeresschutzes auch international Gehör zu verschaffen.

Oder denken wir an die weltweite Industriefischerei, die heute die Bestände vieler Arten bedroht und ganze Ökosysteme zerstört. Der Arbeitskreis engagiert sich mit anderen Mitgliedsverbänden der CCB für eine nachhaltige Fischerei.

Auch der mit der Globalisierung immer weiter zunehmende Schiffsverkehr sorgt auf den Meeren für Probleme. Da ist nicht nur der Tanker, der – auf Grund gelaufen – leck am Felsen klebt und sein schwarzes Leichentuch über die Küste deckt (Hintergrundpapier "Mehr Sicherheit im Seeverkehr für Nord- und Ostsee"). Der AK kümmert sich auch um die illegalen Einleitungen und Emissionen des täglichen Schiffsverkehrs, die auf den Weltmeeren und im Küstenbereich für einen problematischen Eintrag eines Schadstoffcocktails sorgen.

Auch bei anderen Arbeitsschwerpunkten sucht der Arbeitskreis stets die Nähe zu den Entscheidungsträgern, um national wie international seine Ziele auf höchster Ebene zu artikulieren. Er findet die Aufmerksamkeit der Medien und versucht über Bürgerkontakte ein breites Publikum zu erreichen. Hier liegt die Basis der Erfolge, die wir trotz aller Rückschläge feiern konnten – sei es die Meldung der ökologisch wichtigen Natura 2000-Gebiete auf See oder die Verankerung des Meeresschutzes im Bundesnaturschutzgesetz.

Arbeitsweise

Der AK trifft sich viermal im Jahr in der Landesgeschäftsstelle Bremen. Die Sitzungen und die thematischen Beratungen werden meist in Kooperation mit der Meeresabteilung des WWF und der AKN (Aktionskonferenz Nordsee) durchgeführt, um die Kräfte im Meeresschutz zu bündeln. Zu verschiedenen Themen bzw. aktuellen Brennpunkten werden Arbeitsgruppen nach Arbeitsschwerpunkten zusammengestellt. Eine ständige Arbeitsgruppe besteht zum Ostseeschutz. Mitglieder des AK nehmen in verschiedenen politischen Gremien auf Regierungs- und Nicht-Regierungsebene die Interessen des BUND wahr.

Einladung zur Mitarbeit

Der AK steht allen Menschen offen, die sich mit dem Schutz der Meere beschäftigen wollen. Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit.

Kontakt

Arbeitskreissprecher: Stefan Menzel (Ansprechspartner für die Nordsee
Stellvertretender Arbeitskreissprecher: Wolfgang Guenther (Ansprechspartner für die Ostsee)
Zu regionalen Fragen stehen die Geschäftsstellen der Norddeutschen Landesverbände gern zur Verfügung.

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