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BUND-Arbeitskreis Bio- und Gentechnologie

Gentech-Food – nein danke

Gentechnik in aller Munde? Das dürfte dem Wunsch interessierter Industriekreise entsprechen. Doch der BUND setzt diesem Ansinnen seit Jahren starken Widerstand entgegen.

Seit seiner Gründung im Jahre 1988 widmet sich unser Arbeitskreis der Kritik und den rechtlichen Regelungen der Bio- und Gentechnologie. Mit rund 25 Mitgliedern - und einer Kerngruppe von zehn Aktiven - trifft sich der AK wenigstens dreimal im Jahr, um Informationen auszutauschen und der Bundesgeschäftsstelle bei der Erstellung von Kampagnen und Lobbykonzepten beratend zur Seite zu stehen. Die Mitglieder des Arbeitskreises arbeiten zum größten Teil seit vielen Jahren, teilweise auch beruflich, am Thema Gentechnik.

Viele von ihnen sind gefragte ReferentInnen auf Diskussionsveranstaltungen und Konferenzen. Einige Mitglieder des Arbeitskreises sind in anderen Verbänden, etwa im Verbraucherschutz, in lokalen Bürgerinitiativen oder BUND-Ortsgruppen verankert. Der Arbeitskreis versteht sich daher auch als Forum, in dem die verschiedenen Aktivitäten berichtet, diskutiert und weiterentwickelt werden können. Jeweils im Herbst trifft sich der Arbeitskreis für ein ganzes Wochenende, um die Jahresplanung für den Bereich Gentechnik zu beraten.

Der Arbeitskreis befasst sich seit vielen Jahren mit der Freisetzung und Verbreitung gentechnisch veränderter Organismen (GVO), mit Fragen des Inverkehrbringens und Anbaus von GVO sowie rechtlichen Fragen. Ein Schwerpunkt der letzten Zeit bildete dabei die von Betreiberseite geforderte Deregulierung und Novellierung des deutschen Gentechnikgesetzes. Hier geht es unter anderem darum, wie die gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion auf Dauer zu sichern ist, welche Haftungsregeln, Anbauregeln und Informationsrechte der Öffentlichkeit hierfür unabdingbar sind. Weitere Themen waren die Rolle der Forschungsförderung bei der Entwicklung der Agrogentechnik sowie der Schutz ökologisch wertvoller Gebiete vor negativen Einwirkungen durch GVO. Von großer Bedeutung ist selbstverständlich die Entwicklung in der EU, da zentrale, die Agrogentechnik betreffende rechtliche Regelungen von der EU beschlossen werden und die Marktzulassung von GVO auf europäischer Ebene erfolgt. Das Zulassungsverfahren der EU für gentechnisch veränderte Organismen ist dabei zunehmend in die Kritik geraten, da es demokratischen Entscheidungsprinzipien widerspricht und wenig transparent ist.

Wir haben aktiv mitgewirkt an der BUND-Aktion „Keine Gentechnik auf kommunalen Flächen!“ und der vor allem an Landwirte gerichteten Aktion „Faire Nachbarschaft“. Letztere zielt auf den Abschluss von Nachbarschaftsverträgen, mit denen sich Landwirte gegenseitig verpflichten, auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu verzichten und den Einsatz gentechnisch veränderter Futtermittel zu vermeiden. Mit Unterstützung des Bundesamtes für Naturschutz wurde diese Aktion gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und der Universität Bremen zum erfolgreichen Projekt "Gentechnikfreie Regionen" erweitert.

Der Arbeitskreis versteht sich vor allem als „think tank“ und Beratungsgremium für den Bereich Gentechnik in der Bundesgeschäftsstelle. Als solcher ist er eng eingebunden in die Erstellung von Hintergrundmaterial und Forderungskatalogen. So beteiligten sich Mitglieder des Arbeitskreises an der Erstellung der BUND-Materialien „Informationen für Bäuerinnen und Bauern zum Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft“ und „Nachwachsende Rohstoffe- Einfallstor für die Gentechnik in der Landwirtschaft?“. Zudem ist der Arbeitskreis in die Arbeit des Biotechnology-Programme von Friends of the Earth Europe eingebunden und unterstützt dessen Lobbyarbeit nach Kräften.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, im Bereich Gentechnik mitzuarbeiten.

Kontakt

Arbeitskreissprecherin: Dr. Martha Mertens
Stellv. Arbeitskreissprecherin: Dr. Monika Rhein
Bundesgeschäftsstelle, Bereich Gentechnik: Heike Moldenhauer



"Keine Gentechnik auf dem Acker und auf dem Teller"

Titelbild Flyer "Keine Gentechnik"

Für die Mehrheit der Menschen in Deutschland ist klar: Gentechnik gehört weder auf den Acker noch auf den Teller. Kein Wunder: Den Risiken für Umwelt und Gesundheit steht kein Nutzen gegenüber.

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