BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Verbote durchsetzen – für sauberes Wasser

Schweinswal, Foto: F. Graner, GSM
Foto: F. Graner, GSM

Giftstoffe im Wasser machen viele Probleme, z. B. den Schweinswalen in der Nordsee. Englische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass gestrandete Schweinswale oft sehr hohe Konzentrationen des Umweltgiftes PCB (Polychlorierten Biphenylen) im Körperfett haben.

PCB wurde bis in die 1980er Jahre hinein in großen Mengen für Baustoffe, Lacke, Farben, Klebstoffe oder Kunststoffe verwendet. Der Stoff wird über Luft und Wasser verbreitet und reichert sich vor allem am Ende der Nahrungskette an,  so auch in langlebigen Säugern wie dem Wal. Das PCB schwächt die Wale, Infektionskrankheiten haben ein leichtes Spiel. Die Folge: Immer mehr Wale stranden.

Inzwischen ist PCB zwar weltweit verboten, aber noch lange nicht aus der Umwelt verschwunden.

Für eine Zukunft ohne Gift

Mehr als 100.000 gezielt hergestellte Stoffe und eine Million Stoffmischungen gelangen direkt oder über Umwege in das Wasser. Nicht selten unbemerkt.

Besonders problematisch sind Stoffe, die giftig, schwer abbaubar oder hormonell wirksam sind: Schwermetalle, Pestizide (z. B. DDT), Weichmacher, Flammschutzmittel und bestimmte Arzneirückstände. Sie stammen aus Verkehr, Intensiv-Landwirtschaft, Industrien und Haushalten. Mehr als 5.000 Tonnen gelangen allein in Deutschland jährlich in die Gewässer.

Rund 50 dieser Substanzen dürfen, so geben es internationale Meeresabkommen vor, ab 2020 nicht mehr freigesetzt werden. Auch die Wasserrahmenrichtlinie schreibt vor, dass für den guten chemischen Zustand der Gewässer der Eintrag dieser Stoffe beendet werden muss.

Der BUND setzt sich dafür ein, dass unsere Gewässer bis 2020 wieder giftfrei sind. Er engagiert sich beispielsweise für eine vorsorgende  EU-Richtlinie zum verantwortungsvollen Umgang mit Pestiziden und er deckte 2006 den PFT-Skandal im Trinkwasser auf.

Links und Downloads

Quelle: http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/wasser/giftstoffe/