Für eine Zukunft ohne Gift
Mehr als 100.000 gezielt hergestellte Stoffe und eine Million Stoffmischungen gelangen direkt oder über Umwege in das Wasser. Nicht selten unbemerkt.
Besonders problematisch sind Stoffe, die giftig, schwer abbaubar oder hormonell wirksam sind: Schwermetalle, Pestizide (z. B. DDT), Weichmacher, Flammschutzmittel und bestimmte Arzneirückstände. Sie stammen aus Verkehr, Intensiv-Landwirtschaft, Industrien und Haushalten. Mehr als 5.000 Tonnen gelangen allein in Deutschland jährlich in die Gewässer.
Rund 50 dieser Substanzen dürfen, so geben es internationale Meeresabkommen vor, ab 2020 nicht mehr freigesetzt werden. Auch die Wasserrahmenrichtlinie schreibt vor, dass für den guten chemischen Zustand der Gewässer der Eintrag dieser Stoffe beendet werden muss.
Der BUND setzt sich dafür ein, dass unsere Gewässer bis 2020 wieder giftfrei sind. Er engagiert sich beispielsweise für eine vorsorgende EU-Richtlinie zum verantwortungsvollen Umgang mit Pestiziden und er deckte 2006 den PFT-Skandal im Trinkwasser auf.