Obwohl der Transport auf der Schiene die umweltverträgliche Alternative ist, werden die letzten lebendigen Flüsse zu Wasserstraßen degradiert – ein hoher Preis für die Schifffahrt. In Deutschland wurden im Laufe der Jahrzehnte alle großen Ströme wie Donau, Elbe, Rhein für die Binnenschifffahrt ausgebaut. Auch Nebenflüsse wie Havel, Mosel und Main sind gestaut, begradigt bzw. verbaut. Nur wenige Flussabschnitte fließen noch natürlich.
Das hat dramatische ökologische Folgen, denn Flüsse bieten, wenn man sie denn lässt, eine ungewöhnliche Vielzahl an Lebensräumen für Pflanzen und Tiere. Und auch für uns Menschen sind sie als Quelle für Trinkwasser und zur Erholung von großer Bedeutung.
Der BUND setzt sich daher dafür ein, dass die Potenziale der Binnenschifffahrt für eine moderne Güterlogistik genutzt werden, jedoch unter Einhaltung ökologischer Standards zum Schutz der uns noch verbliebenen frei fließenden Flüsse.
Der BUND engagiert sich für den Stopp der Ausbaumaßnahmen an Elbe, Havel, Oder, Spree und Weser, für eine frei fließende Donau, für fluss- wie klimaverträgliche Schiffe und integrierte Verkehrskonzepte im Einklang mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie.