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Flughafenkonzept der Bundesregierung

Flugzeug, Foto: www.pixelio.de

Im Mai 2009 verabschiedete das Bundeskabinett das Flughafenkonzept. Der damalige Bundesverkehrsminister Tiefensee betonte, damit stehe nun ein Handlungskonzept für den bedarfsgerechten Um- und Ausbau der deutschen Flughäfen zur Verfügung. Schließlich werde der Luftverkehr in den nächsten Jahren stark wachsen und sichere Wachstum und Beschäftigung. Gleichzeitig sollen die Belange der Bürger in Sachen Umwelt- und Lärmschutz gewahrt werden. Ein Spagat, der nicht gelungen ist, meint der BUND.

Kritische Einschätzung des BUND
Die Bundesregierung spricht sich in dem Konzept klar für eine Reduzierung der negativen Umweltauswirkungen durch den Flugverkehr aus. Gleichzeitig wird jedoch der deutschlandweite Ausbau von Flughäfen befürwortet. Dadurch steigen Klima-, Schadstoff- und Lärmprobleme in unverantwortlicher Weise.

Von einem modernen und den Umweltfolgen angemessenem Flughafenkonzept erwartet der BUND die Zurückdrängung des Flugverkehrs zugunsten der Bahn. Das Flughafenkonzept fordert dies zwar, aber bisher führte die Politik von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee nicht in diese Richtung.

Auf neue Start- und Landebahnen kann verzichtet werden, wenn die vorhandenen Kapazitäten besser genutzt und mehr Personen und Güter mit der Bahn transportiert werden. In den Einflugschneisen der Flughäfen verlangen die Anwohner zu Recht die drastische Reduzierung des Lärms und der Nachtflüge. Dieses Anliegen wird im neuen Flughafenkonzept nicht ernst genommen. Auch der Schutz des Klimas erfordert eine Begrenzung der Flugbewegungen. Auf diese Fragen gibt die Bundesregierung in ihrem Flughafenkonzept leider keine Antworten.

Forderungen des BUND
Bereits vorhandene Kapazitäten der Flughäfen können viel effizienter genutzt werden. Sehr gering frequentierte Flugverbindungen können gestrichen werden. Mehrfachflüge am Tag zu einem Zielort können ausgedünnt werden. Allein am Flughafen Frankfurt/ Main ließen sich mit solchen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung jährlich 42.000 innerdeutsche Flüge einsparen!

Kurzstreckenflüge können problemlos auf die Bahn verlagert werden. Auch Flughafenkooperationen können die Luftverkehrsbelastungen mindern. So könnte eine Flughafenkooperation zwischen den Flughäfen Köln/Bonn und Frankfurt am Main geprüft werden. Beide Städte sind durch eine Hochgeschwindigkeits-ICE-Strecke verbunden. Passagiertransfers könnten für eine ausgeglichenere Flughafenauslastung sorgen.

Mehr Informationen

Flughafenkonzept der Bundesregierung vom 27.5.2009

Im Steigflug in die Klimakatastrophe? Luftverkehrsstudie 2007
Eine vom BUND in Auftrag gegebene Studie des Wuppertal-Instituts hat ergeben, dass bei Fortsetzung des gegenwärtigen Flugverkehrswachstums die Klimawirkungen des Fliegens bereits in fünf Jahren die des heutigen Pkw-Verkehrs übersteigen werden. Letzterer ist in Deutschland für jährlich rund 100 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid verantwortlich.

"Luftverkehrsstudie 2007: Im Steigflug in die Klimakatastrophe?" herunterladen
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Foto: eyewire / fotolia.com

Luftverkehrsstudie

Titelbild der Luftverkehrsstudie "Im Steigflug in die Klimakatastrophe"

Dramatische Klimabelastungen durch den Flugverkehr prognostiziert die Studie des Wuppertal-Institutes.

"Luftverkehrsstudie 2007: Im Steigflug in die Klimakatastrophe?" (April 2008)

Kreativ-Wettbewerb

Fliegen schadet dem Klima. Auf den Werbeplakaten der Fluggesellschaften ist davon nichts zu sehen. Wie sollten die Anzeigen wirklich aussehen? Der BUND Hessen startete einen Kreativ-Wettbewerb. Mehr beim BUND Hessen...

Der Traum vom Fliegen

Warum steht der Flugverkehr in der Kritik? Was kann der Einzelne tun? Was kann und muss die Politik tun?

BUND-Flyer "Der Traum vom Fliegen" herunterladen

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