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Schneller geplant - für die Schublade

Vollgestopfter Aktenschrank.
Schneller planen für die Schublade?

Schnellere Planung bei Verkehrsprojekten - das will die Bundesregierung. Deshalb wurden im Dezember 2006 - bereits zum vierten Mal seit 1991 - Planungsverfahren insbesondere für Verkehrsinfrastrukturen beschleunigt. Mit dem Gesetz zur "Beschleunigung von Planungsverfahren für Infrastrukturvorhaben" wurden die Einspruchmöglichkeiten der Umweltverbände weiter beschnitten, z.B. durch verkürzte Einwendungsfristen. 

 

Gleichzeitig wurde die Geltungsdauer von Planfeststellungsbeschlüssen von bisher fünf bzw. zehn Jahren auf bis zu 15 Jahre heraufgesetzt. Das Motto des Gesetzes müsste daher eigentlich lauten: „Schneller und bürgerferner planen für die Schublade“. Schließlich verzögert sich bereits heute die Fertigstellung vieler in Bau befindlicher Projekte, weil wegen der Vielzahl gleichzeitig begonnener Projekte zu geringe Beträge für eine zügige Realisierung der Einzelprojekte zur Verfügung stehen.

 

BUND-Forderungen

  • Reform der Bundesverkehrswegeplanung, die die demografischen Entwicklungen aufgreift, klare Prioritäten für effiziente und umweltgerechte Investitionen setzt und ausreichend Mittel in Erhalt und Erneuerung maroder Straßen- und Schienenstrecken oder von Bahnhöfen investiert statt knappe Haushaltsgelder für politische Prestigeobjekte zu verschleudern
  • ein transparentes und offenes Planungsmanagement, das die Beteiligungsrechte der Bürger und Verbände ausbaut und die europäischen Vorschriften zur Information und Beteiligung (Aarhus) offensiv umsetzt
  • eine intelligente, regional angepasste Verkehrsplanung, die durch eine integrierte Planungsstrategie reale Probleme löst statt ineffiziente Einzelprojekte gegen den Widerstand der Betroffenen durchzusetzen

BUND-Kritik am Planungsbeschleunigungsgesetz

BUND-Stellungnahme zum Gesetzentwurf für das Planungsbeschleunigungsgesetz von Peter Rottner (Sprecher des AK Recht beim BUND) vom Mai 2006.



Ulmer Naturkalender 2009

Zur Begrüßung schenkt Ihnen der BUND den Natur- kalender 2009 von BUND und Ulmer Verlag.

Einflussmöglichkeiten beim Fernstraßenbau

Verkehrsschild "Achtung Baustelle"

Wie werden Straßenbaumaßnahmen geplant? Welche Einflussmöglichkeiten haben Verbände und Bürgerinitiativen? 

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