Der Kombinierte Verkehr integriert verschiedene Verkehrsträger: lange Wege werden per Schiff oder Bahn zurückgelegt, die Feinverteilung der Waren auf kurzen Strecken übernimmt der Lkw. Der Transport erfolgt in Containern, die schnell von einem auf das andere Verkehrsmittel umgeladen werden können.
Wichtig für einen umweltschonenden Güterverkehr sind auch die Vermeidung innerstädtischer Transporte und eine regelmäßige Erneuerung des Fuhrparks mit emissionsarmen Fahrzeugen.
Noch immer scheuen viele Unternehmen die hohen Anfangsinvestitionen für neue Logistikkonzepte. Dabei zahlen sich die Innovationen schnell aus, denn kombinierte Transporte sind wirtschaftlicher als herkömmliche Lkw-Transporte.
Masterplan für den Güterverkehr
Mit einem „Masterplan Güterverkehr und Logistik“ will Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee ein „verkehrsträgerübergreifendes Konzept für Güterverkehr und Logistik“ entwerfen. Im Juli 2008 wurde der Masterplan vom Kabinett verabschiedet.
Masterplan Güterverkehr und Logistik (Kabinettsbeschluss vom 16.07.2008)
Im Rahmen eines Workshop-Prozesses konnten auch die Umweltverbände bei der Entwicklung mitreden. Ende 2007 legte das Verkehrsministerium eine "Verkehrspolitische Orientierung" vor und steckte damit den Rahmen für die Entwicklung des Masterplans ab. Durch eine Verlagerung von Verkehren auf die Schiene, durch die Vermeidung von Verkehren und durch eine höhere Effizienz soll auch der Güterverkehr einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Fast zeitgleich erschienen Vorschläge, wie diese Ziele erreicht werden können - Sie werden diesem Anspruch allerdings bei weitem nicht gerecht.
Verkehrspolitische Orientierung für einen Masterplan Güterverkehr und Logistik (Bundesverkehrsministerium, 05.09.2007)
Vorschläge zur Verbesserung von Güterverkehr und Logistik in Deutschland (Bundesverkehrsministerium, 29.10.2007)
Stellungnahme des BUND zu den Vorschlägen des Verkehrsministeriums (19.12.2007)
Kriterien des BUND an die Aufstellung des "Masterplans Güterverkehr"
Forderungen des BUND