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Lösungen für die Zukunft - Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Güterverkehr

Ziel für die Zukunft ist eine sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvolle Logistik, deren wesentliche Merkmale eine hohe Auslastung, sorgfältig geplante Fahrtrouten und die Kombination verschiedener Verkehrsträger sind.

Duisburg, Blick auf die Umschlaggleise mit Portalkran und Abstellflächen. Foto: DB AG.
Umschlagterminal der Planungsgesellschaft Kombinierter Verkehr mbH (PKV) in Duisburg.

Der Kombinierte Verkehr integriert verschiedene Verkehrsträger: lange Wege werden per Schiff oder Bahn zurückgelegt, die Feinverteilung der Waren auf kurzen Strecken übernimmt der Lkw. Der Transport erfolgt in Containern, die schnell von einem auf das andere Verkehrsmittel umgeladen werden können.

Wichtig für einen umweltschonenden Güterverkehr sind auch die Vermeidung innerstädtischer Transporte und eine regelmäßige Erneuerung des Fuhrparks mit emissionsarmen Fahrzeugen.

Noch immer scheuen viele Unternehmen die hohen Anfangsinvestitionen für neue Logistikkonzepte. Dabei zahlen sich die Innovationen schnell aus, denn kombinierte Transporte sind wirtschaftlicher als herkömmliche Lkw-Transporte.

Masterplan für den Güterverkehr

Mit einem „Masterplan Güterverkehr und Logistik“ will Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee in der ersten Jahreshälfte 2008 ein „verkehrsträgerübergreifendes Konzept für Güterverkehr und Logistik“ entwerfen.

Dazu wurde 2007 ein Workshop-Prozess initiiert, an dem auch die Umweltverbände teilnahmen. Ende 2007 legte das Verkehrsministerium eine "Verkehrspolitische Orientierung" vor und steckte damit den Rahmen für die Entwicklung des Masterplans ab. Durch eine Verlagerung von Verkehren auf die Schiene, durch die Vermeidung von Verkehren und durch eine höhere Effizienz soll auch der Güterverkehr einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Fast zeitgleich erschienen Vorschläge, wie diese Ziele erreicht werden können - Sie werden diesem Anspruch allerdings bei weitem nicht gerecht.

Verkehrspolitische Orientierung für einen Masterplan Güterverkehr und Logistik (Bundesverkehrsministerium, 05.09.2007)

Vorschläge zur Verbesserung von Güterverkehr und Logistik in Deutschland (Bundesverkehrsministerium, 29.10.2007)

Stellungnahme des BUND zu den Vorschlägen des Verkehrsministeriums (19.12.2007)

Kriterien des BUND an die Aufstellung des "Masterplans Güterverkehr"

Forderungen des BUND

Auf europäischer Ebene
  • Anlastung externer Kosten: Schäden durch Unfälle, Luftverschmutzung, Lärm und Klimaschäden müssen die Verursacher zahlen.
  • Nachhaltigkeit und Effizienz in der europäischen Verkehrspolitik: Priorität für umweltverträgliche Verkehrsträger und Infrastrukturen.
  • Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe: Neuausrichtung der Struktur- und Förderpolitik.
Auf nationaler Ebene
  • Schluss mit der Angebotspolitik: Wachsender Verkehr bedeutet nicht automatisch wachsende Wirtschaft. Neue Verkehrswege dürfen daher nur gebaut werden, wenn ein eindeutiger Bedarf vorhanden ist - und wenn die Umweltstandards stimmen.
  • Ehrliche Rechnungen: Verbraucher und Steuerzahler müssen wissen, was sie der Güterverkehr kostet.
  • Faire Chancen: Das umweltfreundlichste Transportmittel, die Bahn, darf nicht länger im Wettbewerb mit Lkw und Flugzeug benachteiligt werden.
Auf regionaler Ebene
  • Wirksamen Schutz: Vor Feinstaub und Lärm nur konsequente Maßnahmen wie Tempolimits und Fahrverbote in hoch belasteten Gebieten.
  • Lebenswerte Städte: Städte und Gemeinden müssen den Güterverkehr effizienter als bisher organisieren, um die Lebens- und Aufenthaltsqualität der Bewohner zu verbessern.


Mobil ohne Erdöl?

Der Verkehr ist nahezu komplett vom Öl abhängig. Aber dieser Rohstoff wird knapp. Wie können wir in zehn Jahren postfossil mobil sein?
Zusammen mit moin – der Mobilitätsinitiative – hat der BUND dazu Thesen aufgestellt.
Nun sind Sie gefragt! Sagen Sie uns Ihre Meinung! Unter www.postfossilmobil.de finden Sie alles Weitere.

Containerschiff, Foto: www.pixelio.de

Die Studiengesellschaft für den Kombinierten Verkehr berät Unternehmen zu allen Fragen im Kombinierten Verkehr und bietet Unterstützung bei der Organisation. 

www.sgkv.de

VCD-Leitfaden "Städtischer Güterverkehr"

Titelblatt des VCD-Leitfadens "Städtischer Güterverkehr"

Für den städtischen Güterverkehr sind Lösungen zur Reduzierung der negativen Belastungen erforderlich. Der VCD stellt in seinem Projekt "Lkw-Kampagne" entsprechende Maßnahmen und gute Praxisbeispiele zum Nachahmen vor.

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