Sie befinden sich hier:

Was kostet uns der Güterverkehr?

Das heutige Verkehrssystem verursacht jährlich Milliarden Euro an Gesundheits- und Umweltkosten. Diese sogenannten externen Kosten zahlt nicht der Verursacher, sondern die Allgemeinheit. Die meisten Kosten verursacht der Straßenverkehr.  

Grafik: Externe Kosten

Da sind zum einen die Kosten durch Umweltschäden: extreme Wetterereignisse als Folge des Klimawandels und Belastung von Böden und Grundwasser mit Öl oder Streusalz. Zum anderen zahlt die Allgemeinheit für verkehrsbedingte Gesundheitsprobleme: z.B. Krebserkrankungen durch Feinstaub und Herz-Kreislaufbeschwerden durch Lärm. Abgase und Erschütterungen verursachen Gebäudeschäden, straßennahe Immobilien verlieren an Wert.

Mehr Kostengerechtigkeit durch Lkw-Maut?

Die Einführung der Lkw-Maut im Januar 2005 war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Schließlich wird damit der Lkw-Verkehr, einer der größten Verursacher von Straßen- und Umweltschäden, zur Kasse gebeten. Aber die derzeitige Regelung reicht nicht aus! Die Maut muss langfristig auf alle Straßen ausgeweitet werden und für alle Lkw ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht gelten. Die Einnahmen aus der Maut sollten nicht nur in die Sanierung des Straßennetzes gehen, sondern auch für die Modernisierung des Schienennetzes eingesetzt werden.

EU-Wegekostenrichtlinie

Im Frühjahr 2006 überarbeitete die EU-Kommission eine EU-Mautrichtlinie (Wegekostenrichtlinie). Damit kann Maut künftig schon für Lkw ab 3,5 Tonnen und, wenn die Mitgliedsländer dies wollen, auch für das übrige Straßennetz erhoben werden. In besonders sensiblen Gebieten (z.B. in Gebirgen) dürfen die Gebühren höher ausfallen. Für die Einbeziehung der Umweltkosten will die EU in den kommenden zwei Jahren eine Methode erarbeiten, ob diese das Problem der externen Kosten zu lösen im Stande sein wird, bleibt abzuwarten. Eine Zweckbindung der Mauteinnahmen für den Straßenbau sieht die Wegekostenrichtlinie nicht vor. Den einzelnen Staaten bleibt somit die Möglichkeit, in alternative Verkehrswege zu investieren. Dazu hätten sie auch allen Grund: Ohne eine grundlegende Modernisierung der Bahnnetze wird es keinen nachhaltigen Güterverkehr in Europa geben.



Mobil ohne Erdöl?

Der Verkehr ist nahezu komplett vom Öl abhängig. Aber dieser Rohstoff wird knapp. Wie können wir in zehn Jahren postfossil mobil sein?
Zusammen mit moin – der Mobilitätsinitiative – hat der BUND dazu Thesen aufgestellt.
Nun sind Sie gefragt! Sagen Sie uns Ihre Meinung! Unter www.postfossilmobil.de finden Sie alles Weitere.

Studie zu Externen Kosten

Die Studie von INFRAS und IWW untersuchte die externen Kosten in 17 EU-Staaten. Ergebnis: 650 Milliarden Euro kostet uns der Verkehr pro Jahr!

Zusammenfassung der Studie  

Zusammenfassung von Harald Hoppe AK Verkehr Hessen

Langfassung der Studie (engl., 1,3 MB)

Suche

Metanavigation: