Verbinden, was zusammengehört! So lautete das Motto der Tagung "Wege aus der Zerschneidung von Lebensräumen" am 21. Februar 2008 in Berlin. Hier präsentierte der BUND als erster Verband sichtbare Erfolge bei der Vernetzung von Lebensräumen: die Realisierung des ersten Bauabschnittes eines "Grünen Korridors" zwischen dem Nationalpark Hainich und dem Thüringer Wald. Der Korridor ist Teil des bundesweiten Wildkatzenwegeplans des BUND.
Damit konnte der BUND den Tagungsteilnehmerinnen bereits umfangreiche Erfahrungen bei der Umsetzung eines "Grünen Korridors" präsentieren. In seinem Einführungsvortrag betonte Prof. Dr. Kaule vom Institut für Landschaftsplanung und Ökologie der Universität Stuttgart, dass gerade die Schaffung von "Grünen Korridoren" eine entscheidende Aufgabe für die Wiedervernetzung von Lebensräumen darstellt. Querungshilfen an Verkehrswegen müssen in ein Gesamtkonzept eingebunden sein – dieses hat der BUND mit dem Wildkatzenwegeplan vorgelegt.
Vertreter aus den Niederlanden, Österreich und der Schweiz zeigten auf, dass dort die Biotopverbundplanungen und ihre Umsetzung mittlerweile wichtige Aufgaben der Verkehrsministerien sind. In den Niederlanden verabschiedete das Parlament ein sogenanntes Entschneidungsprogramm.
In Deutschland ist jetzt insbesondere die Raumordnungspolitik aufgefordert, die Biotopverbundachsen in ihren Planungen zu sichern und weitere Landschaftszerschneidungen zu verhindern.
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