Das soll sich ändern. Nach intensiver Vorbereitung wurden im Herbst 2007 die ersten 20.000 Bäume und Büsche für einen Grünen Korridor – eine Verbindung der beiden Wälder – gepflanzt. Mehr...
Bis es soweit war, haben Mitarbeiter und Ehrenamtliche des BUND über mehrere Jahre die Wildkatzen des Hainich erforscht, den idealen Verlauf des Korridors bestimmt, mit Landbesitzern und Behörden verhandelt und Finanzierungsmodelle entwickelt. Dabei zeigte sich neben der Vernetzung der Wälder die zweite Bedeutung des Wortes Rettungsnetz: Nur wenn Politik, Behörden, Verbände, Landeigentümer und andere Beteiligte zusammenarbeiten, ist die Rettung der Wildkatze möglich. Dem BUND in Thüringen ist es gelungen, diesen Dialog anzustoßen und zu leiten. Ein Beispiel, das Schule macht.
Die Verbindung des Hainich mit dem Thüringer Wald wird ein erster wichtiger Schritt sein. Um das Überleben der Wildkatze dauerhaft zu sichern, ist aber wesentlich mehr nötig. Deshalb hat der BUND im September 2007 den Wildkatzenwegeplan vorgestellt. Er zeigt, wie die bisherigen Lebensräume der Wildkatze untereinander, aber auch mit Wäldern verbunden werden können, die als Lebensraum geeignet sind – deutschlandweit und über die Landesgrenzen hinaus.