Die Wildkatzenwege wurden im Wesentlichen für die Bundesrepublik Deutschland modelliert. Aber auch Wildkatzenvorkommen und größere Waldflächen in den Nachbarländern fanden Berücksichtigung, um Anknüpfungspunkte der Korridore festzulegen.
Informationen über die Landschafts- bzw. Landnutzungstypen in Deutschland stammen aus dem CORINE Projekt. Das europaweite Programm CORINE Land Cover (Coordinated Information on the Environment) der Europäischen Union sammelt aus digitalen Satellitenbildern einheitliche und damit vergleichbare Daten der Bodenbedeckung in Europa. Dabei wird insbesondere beobachtet, ob Nutzungsveränderungen in Zusammenhang mit Umweltproblemen stehen. Insgesamt werden 44 verschiedene Bodenbedeckungskategorien erfasst, Kartierungsmaßstab ist 1 : 100.000. Nach einer Ersterfassung im Jahr 1990 liegt eine weitere aus dem Jahr 2000 vor, die auch die Veränderungen gegenüber 1990 dokumentiert.
Für den Wildkatzenwegeplan wurden für die Bundesrepublik und die angrenzenden Nachbarländer die aktuellsten Daten aus dem Jahr 2000 verwendet. Diese Daten geben Waldflächen, naturnahe Vegetation wie Heiden und Moore, landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie Siedlungen und Industriegebiete wieder. Die kleinsten verzeichneten Flächen sind 25 Hektar groß. Gewässer und Straßen sowie kleinere Waldstücke oder Feldgehölze sind nicht enthalten.
Die CORINE-Daten sind gut geeignet, den Lebensraum von Wildkatzen großflächig zu beschreiben und auch den ungefähren Verlauf der Korridore zu veranschaulichen. Allerdings fehlen Details wie Feldgehölze, Hecken und Gewässer, an denen sich Wildkatzen ebenfalls orientieren. Diese landschaftlichen Details werden bei der späteren Feinplanung auf lokaler Ebene berücksichtigt.