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Kleine Tiger in großer Gefahr!

Es ist nicht lange her, da lebten Wildkatzen fast überall in Europa. Heute sind sie an vielen Orten ihrer ursprünglichen Heimat verschwunden oder vom Aussterben bedroht.

quadratisch angeordnete Felder von oben fotografiert
Jungtiere können nicht mehr in neue Reviere wechseln, weil ausgeräumte Agrarlandschaften, Straßen und menschliche Siedlungen sie daran hindern.

Lange Zeit wurden die Wildkatzenbestände vor allem durch die Jagd dezimiert. Jäger verwechselten sie mit verwilderten Hauskatzen und schossen sie ab. Aber auch Schlagfallen und freilaufende Jagdhunde bei der Nachsuche setzten ihnen zu. Heute sind die Verluste durch die Jagd vergleichsweise gering, außerdem steht die Wildkatze inzwischen unter ganzjähriger Schonzeit.

Das größte Problem für die Wildkatze ist heute die immer intensivere Nutzung der Landschaft durch Verkehr, Siedlungsgebiete und  Landwirtschaft. Dadurch wurden die Tiere auf wenige Restlebensräume zurückgedrängt. Diese letzten Rückzugsgebiete liegen nunmehr verstreut wie Inseln im Meer. Die dort lebenden, vereinzelten Wildkatzen- populationen sind sehr klein und entsprechend anfällig gegen Inzucht und Krankheiten.

Überfahrene Wildkatze am Straßenrand
Straßen sind für Wildkatzen eine tödliche Gefahr!

Die Besiedlung neuer Lebensräume ist den Wildkatzen jedoch nicht möglich, weil ausgeräumte Landschaften ihnen keinerlei Deckung bieten. Einzelnachweise (auch durch Pfotenabdrücke) in bisher unbesiedelten Waldgebieten zeigen jedoch die hohe Wanderbereitschaft vor allem junger Kater. Die vielen Totfunde an Straßen belegen die Gefahr bei diesen Wanderungen. Korridore zwischen den isolierten Waldgebieten würden die sichere Wanderung ermöglichen. So könnten neue Populationen entstehen und sich untereinander austauschen.

Ohne Vernetzung ihrer Lebensräume und die Möglichkeit zur Ausbreitung haben Wildkatzen auf Dauer keine Überlebensmöglichkeit. Helfen Sie deshalb mit Ihrer Spende, das Rettungsnetz für die Wildkatze weiter zu knüpfen.



Ulmer Naturkalender 2009

Zur Begrüßung schenkt Ihnen der BUND den Natur- kalender 2009 von BUND und Ulmer Verlag.

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