Von einer "leichten Erholung" der Wälder spricht die Bundesregierung im Waldzustandsbericht für 2007. Eine eigene Analyse der Waldschäden durch den BUND kommt jedoch zu einem anderen Ergebnis: Von einer Verbesserung des Waldzustandes kann keine Rede sein.
Etwa zwei Drittel des Waldes in Deutschland sind inzwischen sichtbar geschädigt. 25 Prozent der Bäume sind sogar schwer geschädigt, bei ihnen fehlt mehr als ein Viertel der normalen Blatt- bzw. Nadelmasse. Im Vergleich zu 2006 haben sich die Schäden vor allem in Hessen und Sachsen deutlich ausgeweitet. Am meisten getroffen sind Fichten, Buchen und Eichen.
Auch die Bäume ohne sichtbare Schäden sind nicht zwangsläufig gesund – viele Krankheiten sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen und zeigen sich erst später. Hohe Emissionen giftiger Stickoxide und von Ammoniak belasten die Waldböden weiter, gefährden das Grundwasser und steigern die Ozonbelastungen.
Es sind die giftigen Luftschadstoffe, den Boden versauernde Emissionen, Treibhausgase und forstwirtschaftliche Fehler, die den Bäumen zu schaffen machen. Stürme, Hitze, Trockenheit und Insekten tun ihr übriges.