Heute sind Buchenwälder durch Waldrodungen und Waldumwandlung nur noch auf fünf Prozent der Fläche erhalten geblieben. Altbestände von über 160 Jahren mit Stämmen über 80 cm Durchmesser kommen sogar nur noch auf 0,2 Prozent der Fläche vor. Naturnahe Buchenwälder sind heute vor allem auf schlecht zugänglichen, abgelegenen Standorten zu finden.
Buchenwälder zählen im weltweiten Vergleich zu den am meisten bedrohten Lebensräumen unseres Kontinents.
Ihre Vernichtung besitzt eine lange Geschichte: Schon seit dem 8. Jahrhundert wurden Wälder in großem Stil gerodet, um die Flächen landwirtschaftlich zu nutzen. Die industrielle Entwicklung im 18. und 19. Jahrhundert basierte auch auf einer immer intensiveren Nutzung des Waldes. Wegen zunehmender Holzknappheit wurden frühere Buchenwälder seit dem 19. Jahrhundert mit schneller wachsenden Nadelbäumen aufgeforstet.