BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Wunde(r) Wald

In vielen Sprachen bedient man sich des deutschen Worts "Waldsterben", weil man kein eigenes hat. Ob die Sorge um den Wald ein Ausdruck des besonders emotionales Verhältnisses ist der Deutschen zu ihrem Wald ist?

Wald, Foto: sassi/www.pixelio.de

Fest steht, dass die Wälder in Deutschland krank sind. Der Waldzustandsbericht der Bundesregierung stellt für 2007 fest, dass zwei Drittel des Waldes "sichtbar geschädigt" sind. Rund 25 Prozent der Bäume sind sogar schwer geschädigt. Dabei brauchen wir "unseren" Wald dringend: Als CO2-Speicher filtern Wälder das Kohlendioxid aus der Luft und reichern die Luft mit Sauerstoff an. Der Wald ist ein wichtiger Lebensraum. Etwa 30.000 Arten – das sind 90 Prozent unserer heimischen Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen – sind in einem robusten Mischwald beheimatet.

Die Bundesregierung und die Länder müssen endlich das Waldsterben aufhalten. Der Wald ist mehr als ein Forst, der sich ökonomisch ausnutzen lässt. Eine verantwortungsvolle Forstpolitik unterstützt naturnahe Mischwälder und weist Schutzgebiete aus. Besonders die für Deutschland typischen Buchenwälder brauchen einen angemessenen Schutz. Davon profitieren wir und nachfolgende Generationen. Auch wenn dafür noch niemand eine Summe veranschlagt hat.

Weitere Informationen

Gemeinsame Forderungen der Umweltverbände zur biologischen Vielfalt (Pressemiteilung vom 18.04.2008)

Quelle: http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/naturschutz/wald/