Doch die Lebensräume der Wanstschrecke – Wiesen mit langen Grashalmen und ihren Lieblingskräutern Wiesenknopf, Storchschnabel oder Klappertopf – sind zur Paarungszeit häufig bereits abgemäht. Ein Problem für die Wanstschrecke, die aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität in zerschnittener Landschaft keine Möglichkeit hat, kurzerhand in einen anderen Lebensraum zu wechseln.
Die Wanstschrecke ist in Deutschland heute als stark gefährdet eingestuft. In Thüringen galt sie bereits als ausgestorben, bis sie nach der Wende zwischen Rhön und Grabfeld im Grünen Band und dessen Umgebung wiedergefunden wurde. Hier haben sich Altgrasbestände gehalten. Doch seit dem Abbau der Grenzanlagen werden auch die Flächen am Grünen Band intensiver genutzt. Soll die Wanstschrecke hier nicht verschwinden, muss ihr Lebensraum geschützt werden.