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August 2008: Ein Paradies für Rüsseltiere – der BUND-Schmetterlingsgarten in Bingen

Welcher Schmetterling bevorzugt welche Blumen, welche Pflanzen seine Raupen? Warum sind Brennnesseln so wichtig für viele Schmetterlingsarten?

BUND-Garten in Bingen: Umweltpädagogin Annette Nacke erklärt Kindern die Welt der Schmetterlinge.

Diese und viele andere Fragen zum Thema Schmetterlinge beantwortete die Umweltpädagogin Annette Nacke den Kindern im Bingener Schmetterlingsgarten, den der BUND auf der Landesgartenschau Rheinland-Pfalz eingerichtet hatte. In kleinen Gruppen erkundeten die Kinder den Garten und lernten die heimischen Schmetterlingsarten kennen. Sie konnten den Aufbau eines Schmetterlingsflügels durch ein Binokular sehen und die Entwicklung eines Schmetterlings im Terrarium beobachten.

Die BUND-Ortsgruppe Bingen nahm die Landesgartenschau 2008 zum Anlass, auf den teilweise dramatischen Rückgang vieler Schmetterlingsarten aufmerksam zu machen. Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer arbeiteten daran, einen schmetterlingsfreundlichen Mustergarten anzulegen. Er veranschaulicht, wie Schmetterlinge in die Gärten gelockt und dort geschützt werden können. Dafür legten die BUND-Aktiven seit Ende 2006 Wege und eine Trockenmauer an, säten und pflanzten eine bunte Mischung aus Kräutern, Blumen, Stauden und Sträuchern.

Arbeit im BUND-Schmetterlingsgarten, Foto: A. Stevens
Arbeit im BUND-Garten
Blütenpracht, Foto: A. Stevens
Blütenpracht von April bis Oktober
Kinder auf Entdeckungstour, Foto: A. Stevens
Kinder auf Entdeckungstour

Der Rundgang durch den BUND-Schmetterlingsgarten führte die Besucherinnen und Besucher durch eine schmetterlingsfreundliche Blumenwiese, einen Schattengarten, vorbei an Kräuter- und Gemüsebeeten, Brennnesselecken und einem Sumpfbeet. Der Garten blüht auch dieses Jahr vom Frühjahr bis in den Herbst hinein und bietet sowohl dem ersten als auch dem letzten Falter im Jahr Nahrung. So können ganz unterschiedliche Schmetterlingsarten ihre Nektar- und vor allem Futterpflanzen finden. Die Raupen des Kleinen Fuchses und des Tagpfauenauges ernähren sich zum Beispiel ausschließlich von Brennnesseln, die des Aurorafalters von Blüten und Fruchtständen wild wachsender Kreuzblütler. Und die Raupen des Schwalbenschwanzes suchen sich ihr Futter bei den Doldenblütlern wie Wilde Möhre, Pastinake und Dill.

Die BUND-Ortsgruppe Bingen warb 2007 "Schmetterlingsbotschafter", die sich für den Schutz der Schmetterlinge einsetzen wollten. Im Vorfeld der Landesgartenschau trafen sich die Interessierten regelmäßig zu Exkursionen und Fortbildungen. Sie erfuhren viel über die Lebensweise unserer heimischen Falter, über Faltermonitoring und Schmetterlingsfotografie und darüber, wie die bunten Insekten z.B. in schmetterlingsfreundlichen Gärten geschützt werden können. Die Bingener Schmetterlingsbotschafter führten Besucherinnen und Besucher an den Wochenenden durch den BUND-Garten, um sie mit der eigenen Begeisterung für die "Gaukler der Lüfte" anzustecken. Doch damit nicht genug: Die Schmetterlingsbotschafter gestalteten auch bezaubernde Poster, auf denen die häufigsten heimischen Tag- und Nachtfalter der Bingener Umgebung zu bewundern sind.

Aktion "Grünes Klassenzimmer", Foto: A. Stevens
Aktion "Grünes Klassenzimmer"
Schmetterlingsbotschafter Wolfgang Düring, Foto: B. Winternheimer
Schmetterlingsbotschafter Wolfgang Düring
Schmetterlingsausstellung im Gartenhäuschen, Foto: M. Ulrich
Schmetterlingsausstellung im Gartenhäuschen

Auch über die Landesgartenschau hinaus pflegt die BUND-Ortsgruppe Bingen den Schmetterlingsgarten. Die BUND-Aktiven bieten Exkursionen in die Umgebung an und betreiben zusammen mit der Stadt Bingen weiterhin das Grüne Klassenzimmer.

Mehr Infos und Kontakt:
BUND-Kreisgruppe Mainz-Bingen
Barbara Winternheimer
Tel. 0 67 21 / 1 01 82
E-Mail schmetterlinge.bingen@bund-rlp.de

www.vorort.bund.net/mainz-bingen



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Foto: eyewire / fotolia.com
Kinderzeichnung: Vogel mit Brief im Schnabel

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Mädchen mit Lupe auf der Wiese, Foto: www.pixelio.de/filastockphoto

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