Der Rundgang durch den BUND-Schmetterlingsgarten führt die Besucherinnen und Besucher durch eine schmetterlingsfreundliche Blumenwiese, einen Schattengarten, vorbei an Kräuter- und Gemüsebeeten, Brennnesselecken und einem Sumpfbeet. Der Garten blüht vom Frühjahr bis in den Herbst hinein und bietet sowohl dem ersten als auch dem letzten Falter im Jahr Nahrung. So können ganz unterschiedliche Schmetterlingsarten ihre Nektar- und vor allem Futterpflanzen finden. Die Raupen des Kleinen Fuchses und des Tagpfauenauges ernähren sich zum Beispiel ausschließlich von Brennnesseln, die des Aurorafalters von Blüten und Fruchtständen wild wachsender Kreuzblütler. Und die Raupen des Schwalbenschwanzes suchen sich ihr Futter bei den Doldenblütlern wie Wilde Möhre, Pastinake und Dill.
Die BUND-Ortsgruppe Bingen warb 2007 "Schmetterlingsbotschafter", die sich für den Schutz der Schmetterlinge einsetzen wollten. Im Vorfeld der Landesgartenschau trafen sich die Interessierten regelmäßig zu Exkursionen und Fortbildungen. Sie erfuhren viel über die Lebensweise unserer heimischen Falter, über Faltermonitoring und Schmetterlingsfotografie und darüber, wie die bunten Insekten z.B. in schmetterlingsfreundlichen Gärten geschützt werden können. Seit der Eröffnung der Gartenschau im April führen die Bingener Schmetterlingsbotschafter Besucherinnen und Besucher an den Wochenenden durch den BUND-Garten, um sie mit der eigenen Begeisterung für die „Gaukler der Lüfte“ anzustecken. Doch damit nicht genug: Auf das Konto der Schmetterlingsbotschafter gehen auch bezaubernde Poster, auf denen die häufigsten heimischen Tag- und Nachtfalter der Bingener Umgebung zu bewundern sind.