Beim sog. Entkusseln wird mit Freischneider, Motorsäge oder Astschere das nachwachsende Gehölz entfernt – in der Diepholzer Moorniederung handelt es sich hierbei fast ausschließlich um Birke. Das Entkusseln dient – neben der Beweidung – der Landschaftspflege zur Offenhaltung von Mooren.
Hochmoorflächen in der Diepholzer Moorniederung werden schon seit über 25 Jahren mit Unterstützung des BUND wiedervernässt. Dennoch muss der aufkommende Birkenbewuchs vorläufig weiterhin künstlich entfernt werden, weil sich sonst schnell Wälder entwickeln würden. "Nur langsam erholen sich die Moore. Deshalb sind auch noch in absehbarer Zeit Pflegemaßnahmen wie das Entkusseln als 'Hilfe zur Selbsthilfe' notwendig", sagt Peter Germer, Leiter des Projektbüros vor Ort.
Dabei setzt der BUND in vielen Mooren der Diepholzer Moorniederung auf „Synergieeffekte“, Mensch und Tier arbeiten hier sozusagen Hand in Hand: Sind die Birken nämlich erstmal (durch den Menschen) entfernt worden, werden sie, wenn sie erneut austreiben, durch Schafe verbissen. Die weißen, hornlosen Heidschnucken, auch unter dem Namen Moorschnucken bekannt, werden gezielt in Feuchtgebieten eingesetzt. Der Grund: Wird der Birkenaustrieb im Jahr nach dem Entkusseln gleich mehrfach verbissen wird, stirbt die Pflanze ab.
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Moorpflege- und Exkursionstermine werden über die Presse und die Internetseite des Projektbüros bekanntgegeben.