Auf den landesweit seltenen, für diesen Raum jedoch typischen Kalkmergelböden bzw. feucht-sandigen Lehmböden haben sich bereits erste Erfolge dieser sanften Bewirtschaftung eingestellt: Ehrenamtliche BUND-Aktive konnten auf den Flächen bereits 22 Arten, die auf der Roten Liste der bedrohten Pflanzen Niedersachsens stehen, nachweisen. Der Projektleiter Karsten Poschadel berichtet von Acker-Quellkraut, Buntem Vergissmeinnicht, Sand-Vergissmeinnicht und Gezähntem Feldsalat. "Selbst zwei landesweit vom Aussterben bedrohte Arten, den Ysopblättrigen Weiderich und den Acker-Kleinling haben wir auf den Flächen nachweisen können", erzählt er. Andernorts seltene Arten wie Sumpfquendel und Mäuseschwänzchen seien mit jeweils mehreren 10.000 Exemplaren vertreten.
"Mit der Pflanzenvielfalt ist auch die Vielfalt an Spinnen und Insekten auf den Äckern gestiegen", berichtet Poschadel weiter. Sogar Rebhuhn und Feldhamster – zwei deutschlandweit stark gefährdete Tierarten – hätten sich auf den Flächen eingefunden. Poschadel: "Diese Ergebnisse zeigen anschaulich, wie der Schutz von Ackerwildkräutern einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt in der Kulturlandschaft leisten kann."