Moore entstehen durch eine ständige Übersättigung an Niederschlags- und Grundwasser. Es werden verschiedene Moortypen unterschieden. Durch den mit dem Wasserüberschuss einhergehenden Sauerstoffmangel kommt es zu einem unvollständigen Abbau von Pflanzenteilen und der Entstehung von Torf, der abgelagert wird. Die Torfschicht wächst pro Jahr nur etwa einen Millimeter, es dauert daher also tausend Jahre, bis ein einziger Meter Torf entstanden ist. Torfabbau zerstört in Jahren die Vorräte, die in Jahrtausenden gewachsen sind.
Moore zu schützen ist aus verschiedenen Gründen absolut unerlässlich. Sie stellen eine enorme CO2-Senke dar, sie dienen dem Hoch- und Grundwasserschutz und sind Heimat vieler seltener Arten. Ihr Verlust wirkt sich auf den Klima- als auch für den Artenschutz sehr negativ aus.
Weltweit nehmen Moore etwa drei Prozent der Landfläche ein. Diese Moorflächen speichern etwa doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Waldregionen zusammen. Werden sie zerstört, entweichen große Mengen des klimarelevanten CO2. Geschädigte Moore gehören damit zu einer der größten Treibhausgasquellen. Nur wird dieses Problem verkannt oder ignoriert. Die Zerstörung der Moore führt außerdem zu einem dramatischen Artenrückgang. Viele seltene und hochspezialisierte Pflanzen, die wahre Hungerkünstler sind, konnten jahrhundertelang konkurrenzlos wachsen. Durch klimabedingte Veränderungen und den großflächigen Verlust der Moore werden diese gefährdeten Arten nun bedingungslos verdrängt. Andere Biotope als Ausweichflächen sind nicht vorhanden. Auch eine Reihe selten gewordener Tiere hat sich an die besonderen Bedingungen in unseren Mooren angepasst.