Das Herzstück der Rüdigsdorfer Schweiz bildet der Winkelberg mit seinen orchideenreichen Trockenrasen, seinen Schluchtwäldern und den vielfältigen Karsterscheinungen.
Obwohl die Thüringer Landesregierung auf Druck der Umweltverbände und Kommunen im Jahr 2004 den südöstlichen Teil des Winkelbergs als FFH-Gebiet gemeldet hat, gibt es neue Pläne zum Gipsabbau im Gebiet Günzdorf zwischen Neustadt und Harzungen – diesmal im Untertagebau. Damit versucht das betreffende Unternehmen die sich abzeichnende Ablehnung seiner Abbaupläne aufgrund des FFH-Status des Gebietes zu umgehen. So ist es auch kein Zufall, dass kein Raumordnungsverfahrens durchgeführt werden soll. Dies wäre die einzige Chance, dass Raumverträglichkeit, Lärm- und Staubbelastungen durch das Verkehrsaufkommen und die Fremdenverkehrsbelange ausreichend berücksichtigt werden. Stattdessen gab es nur einen Termin zur Anhörung über Umfang und Inhalte einer FFH-Verträglichkeitsprüfung. Dabei können die Kommunen ihre eigenen Belange so gut wie nicht vorbringen. Leider macht sich das Bergamt zum Handlanger der Gipsindustrie, indem es engste Fristen vorgibt.
Damit nicht genug, bemüht sich das Unternehmen auch um einen Abbau am sogenannten Kuhberg.