Aktuell handelt es sich "nur" um zwei Hektar. Am Werksstandort Ellrich wurde das bisherige Bergwerksfeld jetzt so erweitert, dass der drei Länder übergreifende Karstwanderweg, der touristisch intensiv vermarktet wird, verlegt werden muss.
Dessen ungeachtet wollen die Ellricher Gipswerke die Abbaufläche am Höhenzug Himmelsberg/Mühlberg im Anschluss an den "Rüsselsee" auch über das Bergwerksfeld erweitern. Diese Tagebauerweiterung nach Osten würde weitere naturschutzfachlich wertvolle Flächen vernichten. Das Land Thüringen hat genau diese Flächen in der FFH-Gebietsmeldung ausgespart.
Warum wohl? Diese Erweiterungsbereiche erstrecken sich bis in das FFH-Gebiet "Kammerforst- Himmelsberg-Mühlberg", in dem Schlucht- und Hangmischwälder als prioritären Lebensraumtyp in einer markanten Größenordnung vorkommen. Würden diese beseitigt, wäre das FFH-Gebiet entwertet.
Obwohl die Gremien der Regionalen Planungsgemeinschaft der Erweiterungsfläche nicht zugestimmt haben, versucht das Unternehmen im laufenden Auslegungsverfahren die Fläche als Vorranggebiet für den Rohstoffabbau durchzusetzen – das Todesurteil für diesen Wald.