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Sieben Buckel: Ein faszinierendes Stück Heimat muss unberührt bleiben!

Protest gegen den geplanten Gipsabbau im Naturschutzgebiet "Sieben Buckel" nahe dem fränkischen Markt Nordheim.
Protest gegen den geplanten Gipsabbau im Naturschutzgebiet "Sieben Buckel" nahe dem fränkischen Markt Nordheim.

Seit 1996 versucht die Firma KNAUF am Rand des Naturschutzgebietes "Sieben Buckel" nahe dem fränkischen Markt Nordheim Gips abzubauen. Sie behauptet, der Gipsabbau diene dem Naturschutz. Das Gegenteil ist der Fall: Das Höhlensystem "Höllern" und die Gipssteppenvegetation des angrenzende Schutzgebietes sind massiv durch den Abbau gefährdet:

  • Die sehr labilen Höhlendecken drohen durch die Sprengungen im Rahmen des Abbaues und die damit verbundenen weitreichenden Erschütterungen einzustürzen.
  • Davon sind auch die im Höhlensystem anzutreffenden Fledermäuse betroffen (z.B. Braunes Langohr, Großes Mausohr).

Von den Behörden und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) wird der Gipsabbau am Rand des NSG "Sieben Buckel" befürwortet, da die Firma KNAUF den ausgebeuteten Steinbruch anschließend als Naturfläche erhalten will. Die Firma KNAUF geht davon aus, dass seltene Gipssteppen-Arten das Loch besiedelt werden. Da die nach dem Abbau entstehenden Standortbedingungen (Wasserhaushalt, Bodenstruktur, Mikroklima) keineswegs den Ansprüchen der seltenen Gipssteppenflora entsprechen, ist dies eine wenig begründete Hoffnung!

Der Bund Naturschutz hat schon verschiedene Flächen aufgekauft, den humosen Oberboden oberflächlich abgeschoben und das darunter liegende Gipsgestein freigelegt. Dauerbeobachtungen zeigen, dass sich auf diesen Flächen bereits die typischen Pflanzen der Gipssteppenvegetation ausbreiten.

Quelle: http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/naturschutz/gipsabbau/sieben_buckel/