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Dem Biber auf der Spur

Ursprünglich war die Elbtalaue eine Waldlandschaft: So weit sich die Überschwemmungen ausdehnten, so weit reichte auch der Auwald. Auwälder sind die artenreichsten Lebensräume Mitteleuropas: Unzählige Insekten bilden die Nahrungsgrundlage für mehr als 40 Singvogelarten. Die Auwälder sind außerdem die Kinderstube der Fische, der Elbebiber nutzt die Weichhölzer als Nahrung und Baumaterial und Schwarzstörche und Kraniche brüten in den feuchten Wäldern. Die meisten Auwälder mussten in den letzten Jahrhunderten dem Menschen weichen. In Mitteleuropa blieben nur wenige Wälder an der Mittleren Elbe erhalten.

Foto: www.storchenclub.de

"Tischlein deck Dich" für den Adebar

Was wäre die Flusslandschaft Elbe ohne die Kleingewässer und Tümpel ihrer Aue? Zwölf verschiedene Amphibienarten haben ihre Heimat an der Elbe, finden hier eine Vielzahl an optimalen Laichgewässern.

Vom reich gedeckten Tisch der Feuchtwiesen leben Bekassine, Reiher und natürlich Meister Adebar. Knapp 500 Weißstorchpaare brüten in der Elbtalaue, fast 40 sind es allein in Rühstädt, dem Europäischen Storchendorf. Damit bildet die Elbtalaue die wichtigste Verbreitungsachse für Meister Adebar in Deutschland.

Das große Schnattern

In der kalten Jahreszeit sind die weiten Elbauen ein bedeutender Rastplatz für Wat- und Wasservögel. Sie kommen aus dem hohen Norden Skandinaviens und Russlands und ziehen weiter gen Süden. Riesige Trupps von Bläss- und Saatgänsen, Enten, Säge, Sing- und Zwergschwänen lassen sich hier beobachten. Die ungestörten Feuchtgebiete bieten den Vögeln Nahrung und Platz, sich zu erholen und Fettreserven für den weiteren Flug anzulegen.

Auch für die Kraniche liegt die Elbtalaue ideal zwischen ihren herbstlichen Sammelplätzen an der Ostseeküste und ihrem Überwinterungsgebiet auf der Iberischen Halbinsel.

Foto: www.storchenclub.de

Wussten Sie, dass ...

  • die Elbe die größten noch zusammenhängenden Auwälder in Mitteleuropa besitzt,
  • die Elbe die Heimat von europaweit geschützten Arten wie Elbebiber und Fischotter ist,
  • die Auwälder über 150 Brutvogelarten beherbergen, darunter bedrohte Arten wie Seeadler und Schwarzstorch?

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