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15.000 Fackeln brennen für die Elbe

Mit Fackeln demonstrierten am 13. Januar etwa 15.000 Menschen entlang der Elbe für den Schutz ihres Flusses. Zum Protest gegen unsinnige Verkehrsprojekte und speziell die weitere Vertiefung der Elbe hatte der BUND mit den Kirchen und vielen Bürgerinitiativen aufgerufen.

Blick aus der Ferne auf die Fackelkette an der Elbe

"Es ist allerhöchste Zeit, dass die Politiker in Bund und Ländern ihre Ignoranz beenden und sich mit den Sachargumenten befassen. Wir dürfen das Feld nicht einigen wenigen Profiteuren der Bauprojekte überlassen!", forderte Ernst Paul Dörfler, Leiter des BUND-Elbeprojektes. Statt wie bisher Bedarfszahlen zu manipulieren, müsse das Gemeinwohl, eine intakte Umwelt und der intelligente Einsatz von Steuergeldern im Vordergrund stehen.

Wenn Bundesverkehrsminister Tiefensee nun angekündigt hat, die Elbevertiefung im Hamburger Raum noch einmal zu überprüfen, so muss das auch für die laufende Ausbaggerung zwischen Hamburg und Dresden gelten. Seit zwanzig Jahren fehlt hier die nötige Wassermenge für die Güterschifffahrt, und die Baumaßnahmen werden das nicht ändern. Doch bislang stecken die verantwortlichen Behörden ihre Köpfe tief in den Elbesand.

Dabei kann man aus der Begradigung und Zerstörung des Rheins für die Elbe lernen. Es kostet dreimal Geld, den Fluss erst zu kanalisieren, dann den erhöhten Unterhaltungsaufwand (inkl. häufigerer Überflutungen) zu finanzieren und schließlich den Fluss wieder zurückzubauen. Die Vorboten des Rheinschicksals haben sich 2002 an der Mittel-Elbe schon gezeigt, und auch im Tidebereich sind die Hochwässer zuletzt ständig angestiegen.

Iris Brunar, BUND-Elbeprojekt, Verbändekoordination Elbe: Telefon 0340/8507978, www.elbeinsel.de



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