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Weil Nebenflüsse keine Nebensache sind

Mehr als 2.800 Nebenflüsse gehören zum Einzugsgebiet der Elbe. Viele davon sind begradigt und durchweg staureguliert, ihre Täler und Auen werden intensiv landwirtschaftlich genutzt.

Foto: de.wikipedia.org
Die Konik, eine urtümliche Ponyrasse aus Osteuropa, klein und robust, halten die Wiesen offen.

BUND-Projekt Sudelandschaft

Im Grenzbereich zwischen Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern liegt die wild-romantische Niederung des Elbe-Zuflusses Sude. Dort entsteht derzeit ein 1.000 Hektar großes Naturparadies für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Seit mehreren Jahren arbeiten der BUND und seine Projektpartner daran, das Grünland an der Sude zu artenreichen Auenwiesen und -weiden zu entwickeln. Urtümlich anmutende Heckrinder und kleine wilde Pferden halten die Wiesen offen und pflegen sie, damit Weißstorch und Wiesenbrüter ihren Lebensraum nicht verlieren.

Um die Flächen langfristig zu sichern, wurden Teile bereits aufgekauft. Ganz wichtige Kooperationspartner im Projekt sind die Landwirte vor Ort, die Rinder und Pferde betreuen. Denn nicht nur die Natur soll profitieren, sondern auch die Landwirte und schließlich die Verbraucher und Verbraucherinnen: durch die Vermarktung des natürlich erzeugten Rindfleisches von den Sudewiesen.

Mehr Informationen hat BUND-Experte Jürgen Beisiegel für Sie: Tel. 03 88 47 / 62 48 49.

BUND-Projekt Dummeniederung

Im ehemaligen Grenzstreifen, dem „Grünen Band“ zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, fließt die Dumme. Das Bachtal mit artenreichen Wiesen und Bruchwäldern ist Lebensraum für den Laubfrosch, seltene Scheckenfalter und eine reiche Vogelwelt. Seit 20 Jahren engagiert sich hier der BUND mit einem Kräuterheuprojekt für die Erhaltung der Feuchtwiesen.

Nun versucht der BUND, auch das Flüsschen wieder naturnah zu entwickeln. Noch fließt die Dumme in einem stark vertieften, einförmigen Bachbett. Der BUND hat gemeinsam mit seinen Partnern zwei abgeschnittene Schlingen des Flusses wieder an den Flusslauf angebunden und naturnah entwickelt. Der Lohn: Die äußerst seltene Kleine Bachmuschel, die Bachforelle und das Bachneunauge bekamen ihr ursprüngliches Kiesbett zurück.



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