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Kooperation und Konfrontation

Der BUND fordert von deutschen Unternehmen mehr Umweltverantwortung ein. Freiwillige Produktinnovationen für den Umweltschutz verdienen zwar Anerkennung, trotzdem sind gesetzliche Rahmenbedingungen unverzichtbar. Verbraucher haben nach Ansicht des BUND das Recht, vergleichbare und verbindliche Informationen über das ökologische und soziale Verhalten von Unternehmen zu erhalten. Dann wirkt der Markt im Sinne von Mensch und Umwelt.

Für globale, verbindliche Regelungen!

Auf dem Weltgipfel in Johannesburg 2002 haben sich alle Unterzeichnerstaaten dazu verpflichtet, gemeinsam Rechtsnormen für das globale Handeln transnationaler Unternehmen zu entwickeln und umzusetzen. Der BUND setzt sich in Deutschland und darüber hinaus über das internationale Netzwerk Friends of the Earth bzw. Friends of the Earth Europe bei der EU, den Vereinten Nationen und der Welthandelsorganisation dafür ein, dass diese Rechtsnormen entwickelt und umgesetzt werden.

Freiwillige Selbstverpflichtungen sind wirkungslos

Wegen der begrenzten Wirksamkeit freiwilliger Selbstverpflichtungen der Wirtschaft („Corporate Social Responsibility“) setzt der BUND dabei auf verbindliche, einklagbare Regelungen. Diese werden als Rechenschaftspflicht von Unternehmen oder „Corporate Accountability“ bezeichnet.

Der BUND gehört deshalb zu den Gründungsmitgliedern des deutschen Netzwerks für Unternehmensverantwortung CorA, wo er seit September 2006 gemeinsam mit Gewerkschaften, Entwicklungsorganisationen und anderen Verbänden Druck auf die Unternehmen ausübt, damit sie sich zur Einhaltung der Menschenrechte sowie internationaler Sozial- und Umweltstandards verpflichten.

Mehr Informationen

Die Bundesregierung hatte im Sommer 2006 eine nationale Strategie für mehr Unternehmensverantwortung angekündigt. Bisher allerdings beharrt sie auf Freiwilligkeit.



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