Was andernorts Food-Designer durch allerlei Tricks zu erreichen versuchen, klappt zum Beispiel bei den artgerecht gehaltenen Bio-Rindern von Chiemgauer Naturfleisch im oberbayerischen Landkreis Traunstein von ganz allein.
Durch Weidehaltung und Grünfutter und das dadurch bedingte langsamere Wachstum reichert sich ein gegenüber konventionell gemästeten Rindern rund dreifach höherer Anteil an Omega-3-Fettsäuren im Fleisch an. Ein dafür ebenfalls bedeutsamer Faktor in der Ernährung der Tiere ist die artenreiche Wiesenflora. Naturnahes Wirtschaften und Artenvielfalt auf der Wiese zahlen sich hier nachweisbar aus.
Für die gesundheitsfördernde Wirkung beim Menschen ist neben dem hohen Omega-3-Anteil deren Verhältnis zu Omega-6-Fettsäuren entscheidend. Und das liegt beim Chiemgauer Weidefleisch bei vorbildlichen 1:2. Konventionelles Rindfleisch bringt es nur auf 1:8 bis 1:10.
Chiemgauer Naturfleisch wurde 1991 von Richard Müller, Thomas Reiter und dem Biobauern Hans Fritz gegründet und verarbeitet heute Bio-Fleisch von rund 200 Zulieferbetrieben. Das Unternehmen konnte im Laufe der Jahre bei einer Reihe von Projekten Fördermittel aus verschieden Programmen der 2. Säule einwerben.
Der Erfolg ist so groß, dass es der Firma inzwischen an Rindern der nötigen Bio-Weide-Qualität aus dem direkten regionalen Umfeld mangelt. Als konsequent ökologisch orientierter Betrieb setzt man schließlich auch auf möglichst kurze Transportwege.
Chiemgauer Naturfleisch investiert daher viel Zeit und Aufwand, um Landwirte für die Umstellung auf Bio zu werben. Doch die schwierige, zu gering geförderte zweijährige Umstellungsphase schreckt die meisten ab.
Weitere Infos: www.chiemgauer-naturfleisch.de