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Vielfalt fördern: Agrarsubventionen umverteilen

Klimawandel und Verlust der Artenvielfalt gehören heute zu den wichtigsten politischen Herausforderungen. Die Europäische Union hat sich zum Schutz des Klimas und zum Erhalt der biologischen Vielfalt hohe Ziele gesetzt und will auch die Agrarförderung stärker daran ausrichten.

Der BUND nimmt in seiner aktuellen Kampagne die bisherige Agrarpolitik mitsamt ihren Gewinnern und Verlieren unter die Lupe. Außerdem porträtiert er vorbildliche Beispiele aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Vermarktung und Technik. Sie zeigen, wie Bewahrung der Artenvielfalt, Klima- und Naturschutz, Einkommensstabilität auf den Höfen sowie mehr Arbeitsplätze in ländlichen Regionen miteinander verbunden und in der Praxis erreicht werden können.

Diese erfolgreichen Beispiele führen jedoch auch deutlich vor Augen, dass es einer erheblich höheren Förderung für die ländliche Entwicklung bedarf, um einer möglichst großen Zahl an Betrieben ein Überleben und eine rasche Anpassung an die neuen Herausforderungen zu ermöglichen.

Die zwei Säulen der EU-Agrarpolitik

Die EU-Agrarsubventionen sind mit rund 50 Milliarden Euro jährlich mit Abstand der größte Posten im Europa-Haushalt. Sie gliedern sich in zwei Säulen: Rund 80 Prozent der Gelder werden für die so genannte Marktorganisation ausgegeben, wovon der größte Teil in Form von Direktzahlungen – vor allem flächenbezogen – an die Landwirte fließt. Das ist die Erste Säule. Die restlichen 20 Prozent bilden die Zweite Säule, die ländliche Entwicklung. Dieser viel kleinere Topf finanziert u. a. die Umstellung auf Ökolandbau, Investitionshilfen, Natura-2000-Maßnahmen und Regionalwirtschaft.

Aktuell ist bei der EU-Kommission eine Umschichtung der Agrarbeihilfen zugunsten der Zweiten Säule im Gespräch. Dazu soll bei Direktzahlungs-Empfängern ab 100.000 Euro jährlich gekürzt werden. Doch die Lobby der derzeitigen Subventions-Hauptprofiteure aus Agrar-Großbetrieben und Lebensmittelindustrie wehrt sich erbittert. Der BUND unterstützt dagegen die Umschichtung der Agrarbeihilfen.

Sagen Sie der EU-Kommissarin Ihre Meinung!

  • Diskutieren Sie direkt mit EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel in ihrem Blog über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU und die aktuellen Vorschläge der Kommission.

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Dieses Projekt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Für die Inhalte ist allein der BUND verantwortlich.

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