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Achten Sie auf den Stempel

Rund 40 Millionen Hühner werden in Deutschland in Käfigen gequält. Sie können etwas dagegen tun: Achten Sie beim Eierstempel auf die erste Ziffer. Diese gibt Auskunft über die Haltungsform.

Die Buchstaben verraten das Herkunftsland. So steht etwa DE für Deutschland oder NL für Niederlande. Die Ziffern hinter dem Länderkürzel geben Auskunft über die Betriebsnummer.

Haltungsform:
0: Ökologische Haltung und Biofutter - Genuss pur
1: Freilandhaltung - viel Auslauf, aber konventionelles Futter
2: Bodenhaltung - kein Käfig, aber wenig Platz
3: Käfighaltung (auch „Kleingruppen“ oder „Kleinvoliere“)  - grausame Tierquälerei und Salmonellenrisiko

Der Stempel auf jedem Frühstücksei zeigt, dass Kennzeichnung wirkt: Rund 60 Prozent der Verbraucher lassen das Ei mit der 3 (der Ziffer für Käfighaltung) im Regal liegen und greifen zu den tierfreundlicheren Alternativen.

Doch die Hälfte aller Eier essen wir in Form verarbeiteter Produkte. Der BUND fordert daher die Kennzeichnung aller tierischen Lebensmittel. Wir wollen auf allen tierischen Produkten – vom Milchreis über die Eiernudeln bis zum Tiefkühlhähnchen – erkennen können: Wurde das Tier mit gentechnisch veränderten Futterpflanzen gefüttert? Woher stammt das Tier? Wie wurde es gehalten? Die Kennzeichnungspflicht ist umso dringlicher, da Landwirtschaftsminister Horst Seehofer das Verbot der Käfighaltung für Hennen aufgehoben hat.



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