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Mehr Naturschutz in der Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Maschine beim Spritzen eines Ackers, Foto: www.pixelio.de
Die Landwirtschaft muss naturverträglicher werden – für mehr Artenvielfalt.

Die Landschaft, wie wir sie heute kennen, ist in weiten Bereichen erst durch die Landwirtschaft entstanden – Tiere und Pflanzen haben sich an die veränderten Lebensräume angepasst.

Gut die Hälfte der Gesamtfläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt. Damit diese große Fläche (wieder) attraktiver Lebensraum für möglichst viele Tier- und Pflanzenarten ist, muss die Landwirtschaft wieder naturverträglicher werden. So wie es der Ökolandbau heute schon ist.

  • Pestizide: Die Gifte führen als Rückstände auf Lebensmitteln zu Gesundheitsschäden, belasten das Grundwasser und schädigen Wildpflanzen und Insekten. Die Bundesregierung hat vielfach angekündigt, den Pestizideinsatz per Gesetz zu begrenzen, bisher ohne Konsequenzen. Eine Studie des Pestizids-Aktionsnetzwerks (PAN) zeigt, dass viele Pestizidanwendungen unnötig sind. Mehr dazu in der Studie „Was sind unnötige Pestizidanwendungen?"
  • Überdüngung: Vielfach werden Flächen zu stark gedüngt, nicht immer kann der Boden die Nährstoffe aufnehmen. Dann gelangen sie ins Grundwasser oder in Oberflächengewässer. In Seen führt das im schlimmsten Fall zum „Umkippen“. Das Gewässer wird für Arten, die auf nährstoffarmes, sauerstoffreiches Wasser angewiesen sind, unbewohnbar.
  • Verlust von Strukturen: Um immer größere Flächen mit größeren Maschinen bearbeiten zu können, werden Strukturelemente wie Hecken, wilde Randstreifen oder Sölle (eiszeitliche Teiche) von den Äckern entfernt. Diese sind jedoch wichtige "Artenschutzinseln", die z. B. Vögel zur Nahrungssuche brauchen.

BUND-Fazit: Naturverträglich wirtschaften!

Die Landwirtschaft ist auf zahlreiche Pflanzen und Tiere angewiesen, z. B. bestäubende Insekten. Trotzdem gehört sie zu den größten Verursachern des Artenverlusts. Hier ist besonders die Agro-Gentechnik eine große Gefahr für die Artenvielfalt. Dazu kommt: Auch die Tier- und Pflanzenvielfalt innnerhalb der landwirtschaftlichen Produktion selbst ist kleiner geworden.

Damit uns Tiere und Pflanzen erhalten bleiben und wir schöne Landschaften genießen können, muss die Landwirtschaft flächendeckend naturverträglich wirtschaften. Daher setzt sich der BUND für die Förderung des Ökolandbaus und von Umweltprogrammen für die Landwirtschaft ein. Der Mehraufwand einer natur- und tiergerechten Wirtschaftsweise muss entsprechend entlohnt werden. Dazu müssen Subventionen in der Landwirtschaft umgelenkt werden.



Witzig und provokant: der neue BUND-Spot

Mit Millionen-Subventionen aufgeblasene Konzerne attackieren einen Bauern auf seinem Hof. Doch der weiß sich zu wehren... (4 MB)

Spot-Großansicht (7 MB) und Informationen zum Spot

Wer bekommt mein Geld?

Titelbild BUND-Agrarexpress

Wussten Sie, dass Sie jedes Jahr weit über 100 Euro an Steuern zahlen, die Brüssel für die Landwirtschaft ausgibt? So kommen jährlich über 50 Milliarden Euro zusammen.

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