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Gut fürs Klima: Ökolandbau

Die Landwirtschaft gehört zu den Hauptverursachern des Klimawandels. Etwa 18 Prozent der Treibhausgase werden durch sie verursacht. Neben Kohlendioxid (CO2) produziert die Landwirtschaft die Treibhausgase Methan (CH4) und Lachgas (N2O).

Luftbild: Felder und Trecker, Foto: www.pixelio.de
Gut die Hälfte der Gesamtfläche Deutschlands wird landwirtschaftlich genutzt.

Hauptquellen sind der Viehbestand und der Einsatz von synthetischen Stickstoffdüngern. Gegenüber dem konventionellen Landbau ist der Ökolandbau klimafreundlicher, vor allem wegen des Verzichts auf synthetischen Dünger und den kleineren Viehbestand je Fläche. Zudem kann ein ökologisch bewirtschafteter Boden mehr CO2 binden.

Kohlendioxid

Weltweit werden im Jahr 90 Millionen Tonnen Erdöl oder Erdgas zu Stickstoffdünger verarbeitet. Das führt zu 250 Millionen Tonnen CO2-Emissionen. Mit dieser Menge könnte die gesamte Bevölkerung Deutschlands nach Südafrika und zurück fliegen. Im Ökolandbau sind synthetische Dünger verboten. So spart Ökolandbau pro Hektar 50 bis 200 Kilogramm synthetischen Stickstoffdünger ein. Damit sind die CO2-Emissionen pro Hektar etwa um die Hälfte niedriger als im konventionellen Landbau.

Lachgas

Ein Teil des Stickstoffdüngers wird in Lachgas umgewandelt, das rund 300 Mal klimaschädlicher ist als CO2. In Deutschland herrscht auf den landwirtschaftlichen Flächen kontinuierlich ein Stickstoffüberschuss. Dies führt zu unnötigen Mengen an Lachgas und zu Nitrat im Grundwasser. Der Ökolandbau wirtschaftet nach dem Kreislaufprinzip und sorgt dafür, dass Klima und Gewässer geschont werden.

Energieverbrauch

Studien bescheinigen dem konventionellen Landbau einen zwei- bis dreimal höheren Primärenergieeinsatz je Hektar. 30 bis 60 Prozent werden durch den Einsatz mineralischer Stickstoffdünger verursacht. Der Ökolandbau erbringt zwar ca. 30 Prozent geringere Flächenerträge, die Energieaufwendungen liegen jedoch um fast 50 Prozent niedriger. Deshalb ist Ökolandbau in Bezug auf die eingesetzte Energie effizienter.

CO2-Bindung

Der Boden ist als Speicher organischer Substanz eine indirekte Kohlenstoffsenke. Bestes Beispiel sind die Moore. In dicken Schichten pflanzlichen Materials sind große CO2-Mengen gespeichert (oder, so der Fachausdruck: „festgelegt“). Durch den höheren Humusanteil können ökologisch bewirtschaftete Flächen 12 bis 15 Prozent mehr Kohlenstoff im Boden speichern. Pro Hektar und Jahr wird so eine CO2-Menge von 575 bis 700 Kilogramm in den Boden zurückgeführt.

BUND-Fazit: Ökolandbau ist Klimaschutz!

Der ökologische Landbau spart also nicht nur Klimagase ein, sondern legt auch mehr klimaschädliches CO2 im Boden fest. Daher muss der Ökolandbau auch unter Klimagesichtspunkten gefördert werden. Hierzu müssen die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden, insbesondere müssen die Subventionen umverteilt werden.



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