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Gesunde Ernährung: Heile Welt im Supermarktregal?

Ob Obst, Gemüse, Milch oder Wurst – Lebensmittel vermarkten sich besser, wenn auf der Verpackung die Welt in Ordnung ist. Bilder von schönen Landschaften, idyllischen Bauernhöfen, Früchten und glücklichen Tieren erfreuen das Auge und laden zum Kaufen ein.

Bei Bio-Lebensmitteln ist auch tatsächlich drin, was draufsteht. Sie werden ohne Pestizide und Gentechnik hergestellt. Tiere werden artgerecht gehalten, die Umwelt geschont. Deshalb sind sie gesund und schmecken gut.

Oft trügt jedoch der Schein der schönen Werbebilder. Denn bei der Produktion von konventionellen Lebensmitteln stehen meist nicht Gesundheit und Geschmack an erster Stelle, sondern Masse und niedrige Preise.

Die Politik förderte jahrzehntelang eine gigantische Überschussproduktion. Davon profitierten vor allem die Konzerne, die Agrarrohstoffe verarbeiten und exportieren. Für Verbraucher dagegen sind billige Lebensmittel teuer erkauft, denn sie zahlen dreifach: Bei dem Einkaufspreis, bei den Subventionen aus Steuermitteln und bei der Reparatur der Umweltschäden, die durch die industrielle Landwirtschaft entstehen. 

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