BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Biomasse – Energie der Zukunft

Maisfeld, Foto: www.pixelio.de

Eine zukunftsfähige Energieversorgung basiert auf zwei Grundsätzen: Auf Energieeinsparung
und -effizienz und auf dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Ziel ist es, unseren Energieverbrauch schnell zu halbieren, möglichst bis zum Jahr 2030. Die Nutzung der Biomasse – aber auch von Wind, Wasser, Solar und Erdwärme – soll bis zum Jahr 2050 mindestens die Hälfte der Energieversorgung übernehmen.


Der Bauer als Energiewirt

Steigt der Preis für Energie weltweit an, wird die Energieproduktion auf dem Acker für Bauern und Bäuerinnen immer interessanter. Leider bleibt auf Energiefeldern mit Raps, Mais, Zuckerrüben oder Getreide kaum noch Platz für Artenvielfalt. Nicht selten verbrauchen intensiver Anbau, Transport und Verarbeitung zu Treibstoffen die Energie, die eigentlich mit den nachwachsenden Treibstoffen gewonnen werden sollte. Für den Schutz des Klimas ist damit nichts gewonnen.

Trotzdem spielt Biomasse für die Energieversorgung der Zukunft auch aus Sicht des BUND eine wichtige Rolle. Sie ist flexibel einsetzbar, lässt sich ohne Probleme speichern und kann die optimale Ergänzung zu Wind- und Solarenergie sein. Zudem kann die energetische Nutzung von Biomasse Arbeitsplätze im ländlichen Raum schaffen. Allerdings müssen bestimmte Kriterien bei Produktion und Verwendung eingehalten werden.

Der BUND setzt sich daher ein für die

Holzstapel, Foto: www.pixelio.de, P.-G. Meister

Biomasse ist vielseitig

Holz, Stroh, Ölpflanzen, Zucker- und Stärkepflanzen, organische Reststoffe oder Bioabfall – all das kann als Biomasse genutzt werden. Den Großteil der Biomasse macht Holz aus, das in Form von Stückholz, Pellets oder Hackschnitzeln verbrannt wird. Bioabfall wie Gülle kann zur Produktion von Biogas genutzt werden. Außerdem kann Biomasse als Pflanzentreibstoff – Ethanol aus Zuckerpflanzen, Biodiesel aus Raps – genutzt werden. Letzterer schadet dem Klima allerdings mehr als er ihm nutzt und ist aus BUND-Sicht daher nicht empfehlenswert.

Material

Quelle: http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/landwirtschaft/energie_vom_acker/