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Mehr Artenschutz in der Landwirtschaft

Kiebitz, Foto: www.pixelio.de
Es gibt immer weniger Kiebitze. Schuld ist vor allem die intensive Landwirtschaft.

Die konventionelle Landwirtschaft ist eine der Hauptursachen für den Rückgang der Artenvielfalt in Deutschland. Die intensive Bodennutzung, der massive Einsatz von Pestiziden und Dünger, der sofortige Umbruch abgeernteter Felder, die Bodenverdichtung durch schwere Maschinen, immer weniger Hecken, Ackerrandstreifen und kleine Gewässer – all das macht vielen Arten schwer zu schaffen, z.B. dem Feldhamster, der inzwischen in ganz Europa vom Aussterben bedroht ist.

Dazu kommt, das es in der landwirtschaftlichen Produktion selbst nur noch eine begrenzte Anzahl an Pflanzensorten und Tierrassen gibt, 1.000 der 6.400 Nutztierrassen sind bereits ausgestorben. Besonders deutsche Zuchtunternehmen bieten stattdessen „moderne“ Hochleistungsrassen an, die eigens für die industrielle Massentierhaltung gezüchtet wurden.

Foto: Riedenburger Brauerei
Im 20. Jahrhundert nahezu ausgestorben, wurde Einkorn erfolgreich aus den letzten verbliebenen Samen angebaut. Inzwischen gibt es Nudeln, Brot und Bier aus Einkorn.

Artenschutz rechnet sich

Oft wird Artenschutz in der Landwirtschaft als Hemmschuh für eine gute wirtschaftliche Entwicklung angesehen. Die Praxis zeigt jedoch, dass das nicht stimmt. Zwei Beispiele: Brauereien in Deutschland setzen erfolgreich Dinkel, Emmer und Einkorn zum Brauen ein – und zahlen den Bauern dafür gute Preise. Und das Schwäbisch-Hällische Schwein, bis vor wenigen Jahren fast ausgestorben, wird inzwischen erfolgreich verkauft, während herkömmliche Schweinemäster kaum Gewinne erwirtschaften.

Manches bedeutet für die Landwirte tatsächlich Mehrarbeit und rechnet sich nicht unmittelbar. Dazu gehören Hecken und Windschutzpflanzungen. Sie sorgen für Abwechslung in der Landschaft und sind daher entscheidende "Artenschutzinseln" in der Agrarwüste. Dennoch gibt es sie nur noch selten, weil sie z. B. beim Einsatz großer Maschinen stören. Der BUND fordert deshalb, dass Betriebe, die durch ihre Wirtschaftsweise oder durch Landschaftspflege Arten erhalten, für ihre Leistungen entlohnt werden. Und dafür müssen Agrar-Umweltprogramme wieder finanziell aufgestockt werden.



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Mit Millionen-Subventionen aufgeblasene Konzerne attackieren einen Bauern auf seinem Hof. Doch der weiß sich zu wehren... (4 MB)

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Wussten Sie, dass Sie jedes Jahr weit über 100 Euro an Steuern zahlen, die Brüssel für die Landwirtschaft ausgibt? So kommen jährlich über 50 Milliarden Euro zusammen.

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