Die Bundesregierung und die Stromkonzerne sprechen gerne davon, dass neue Kohlekraftwerke künftig alte ineffiziente Anlagen ersetzen sollen und damit einen Beitrag zur CO2–Reduktion leisten würden. Doch wie eine BUND-Analyse zeigt: Diese Behauptung ist nicht mehr als ein Propagandatrick. Trotz Klimaerwärmung wollen die Konzerne den Anteil des Klimakillers Kohle an der Stromerzeugung deutlich erhöhen. In keinem Fall sollen für ein neu geplantes Kohlekraftwerk im gleichen Umfang alte Kraftwerkskapazitäten vom Netz genommen werden.
Insgesamt stehen neuen Kohlekraftwerken in der Größenordnung von bis zu 27270 MW lediglich geplante Stilllegungen in der Größenordnung von bis zu 6917 MW gegenüber. Dies führt unter dem Strich zu einer deutlichen Verschlechterung der Klimabilanz: Nach den bisherigen Planungen würde das „Kraftwerksmodernisierungsprogramm“ in Deutschland zu einer Steigerung der jährlichen CO2-Emissionen um über 110 Mio. Tonnen führen.
BUND-Hintergrund: Kohle-Ausbauprogramm statt Stilllegung