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Es gibt keine „Stromlücke“ ...

… wenn riskante Atomkraftwerke abgeschaltet und keine neuen klimaschädlichen Kohlekraftwerke gebaut werden.

Die großen Energiekonzerne in Deutschland setzen weiter auf die Technik von gestern: Sie wollen die Laufzeiten ausgerechnet der ältesten und gefährlichsten Atomkraftwerke verlängern und planen den Neubau von über 25 klimaschädlichen Kohlekraftwerken. Damit wollen sie ihre Marktmacht, die auf großen zentralen Kraftwerken basiert, zementieren.

Klima schützen – Kohle stoppen!

Der BUND ist der Auffassung, dass aus Sicherheitsgründen schnell aus der Atomkraft ausgestiegen werden muss und der AKW-Strom problemlos von den erneuerbaren Energien ersetzt werden kann. Die geplanten neuen Kohlekraftwerke machen mittelfristig Klimaschutz in Deutschland unmöglich und führen auch kurzfristig zu einem Anstieg der Klimagase. Der BUND setzt stattdessen auf den Ausbau der klimafreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung, flexible Gaskraftwerke und auf die erneuerbaren Energien, die langfristig komplett unsere Stromversorgung übernehmen können und müssen. Zentrale Voraussetzung ist, dass der Stromverbrauch in den nächsten Jahren deutlich reduziert wird. Dies ist zwar technisch kein Problem, jedoch nicht im Interesse der Stromkonzerne. Die Konzerne malen stattdessen das Schreckgespenst der drohenden „Stromlücke“ an die Wand.

Unterstützung haben sich die Konzerne dabei von der Deutschen Energieagentur (dena) eingekauft. Im Auftrag von RWE und E.on hat die dena eine Stromlücke für das Jahr 2015 berechnet, die nur durch den Bau von 15 neuen Großkraftwerken geschlossen werden könne. Der BUND hält wesentliche Grundannahmen dieser Berechnung für falsch. Werden die politischen Rahmenbedingungen für die Alternativen zu Kohle und Atom richtig gesetzt, ist weiter ausreichend Strom vorhanden.

Studie: Ausbau erneuerbarer Energien stellt Stromversorgung sicher

Das geht auch aus einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) hervor: Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es keine Stromlücke geben wird, wenn die Alternativen engagiert ausgebaut werden. Voraussetzung dafür ist laut Umweltbundesamt, dass über die bereits in Bau befindlichen Kraftwerke hinaus keine weiteren neuen Kohlekraftwerke ans Netz gehen. Dies macht deutlich, worum es den großen Stromkonzernen geht: Mit dem Argument einer drohenden Stromlücke soll der Boden bereitet werden für neue klimaschädliche Kohlekraftwerke.

Kontakt und weitere Informationen:

BUND
Thorben Becker
Leitung Energiepolitik
Am Kölnischen Park 1
10179 Berlin
Tel: +497030-27586-421
thorben.becker@bund.net

Mehr Informationen zur "Stromlücke":

Die Stromkonzerne behaupten, dass Deutschland auf die Stromgewinnung aus der Kohleverbrennung nicht verzichten kann. Das meint der BUND dazu:

Alle Informationen im Überblick können Sie hier herunter laden.



Laden Sie sich hier das BUND-Positionspapier "Es gibt keine 'Stromlücke'" herunter!

Verbotsschild: Kohlekraftwerke durchgestrichen

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