Vattenfall versucht seitdem, vollendete Tatsachen zu schaffen. Obwohl es für das Kohlekraftwerk noch keine wasserrechtliche Genehmigung gibt, startete der Energiekonzern die Bauarbeiten auf eigenes Risiko. Ein finanzielles Risiko nahm der Konzern dabei bewusst in Kauf: Im September 2007 unterzeichnete Vattenfall eine Risikoübernahmeerklärung und verpflichtete sich darin explizit dazu, den früheren Zustand auf dem Baugelände wiederherzustellen, falls die Genehmigung ausbleibt.
„Vattenfall ist das finanzielle Risiko der vorläufigen Maßnahmen bewusst und in Kenntnis der hohen rechtlichen Risiken des Vorhabens eingegangen. Drohungen gegenüber der Stadt und Panikmache in der Öffentlichkeit sind daher unseriös«, urteilt Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg.
Angesichts dieser Rechtslage entpuppt sich die Millionen-Forderung Vattenfalls als der substanzlose Versuch, eine klimafreundlichere Ausrichtung der Hamburger Energiepolitik zu verhindern.