Schadstoffe
Das geplante Kohlekraftwerk erhöht die bereits starke Belastung der Hamburger Luft mit Feinstaub, Schwermetallen und anderen Schadstoffen. Eine zunehmende Häufung von Atemwegs- und Hauterkrankungen und eine Verschlechterung der Lebensqualität insbesondere in den Stadtteilen südlich der Elbe wären die Folge.
Großer Verlierer: Die Elbe
- In Kohlekraftwerken gehen bei der Stromerzeugung auch in „modernen“ Anlagen weit mehr als 50 Prozent der eingesetzten Energie als Wärme verloren. Im Winter kann diese Ab(fall)wärme teilweise in das städtische Fernwärmenetz eingespeist werden. Im Sommer wird sie über das Kühlwasser fast vollständig in die Elbe gepumpt. Bereits heute greifen zahlreiche Industrieanlagen auf Kühlwasser aus der Elbe zurück. Die Folge für den Fluss ist verheerend. Die Erwärmung und der Sauerstoffmangel des Wassers führen zu massivem Fischsterben in den Sommermonaten.
- Die Elbe ist ein wichtiger Wanderweg für Fische sowie das Laich- und Aufzuchtgebiet zahl-reicher bedrohter Tierarten. Ein Gutachten inwieweit die Entnahme von Kühlwasser in die Pflanzen- und Tierwelt der Elbe eingreift, steht noch aus. Die Überlebenssituation für die seltenen Arten wird sich jedoch drastisch verschlechtern.
Alternativen liegen auf dem Tisch
Eine BUND-Studie ergibt: Die Stromversorgung Hamburgs ist auf den Bau eines Kohlekraftwerks nicht angewiesen. Ein Szenario basierend auf höherer Energieeffizienz, erneuerbarer Energien, dem Bau eines Gaskraftwerks sowie dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung bietet eine realistische und machbare Alternative. Wie Berechnungen des BUND ergeben, kann auf diese Weise der gesamte Energiebedarf der Großstadt klimafreundliche abgedeckt und zusätzlich auch noch gespart werden:
- Der CO2-Ausstoß Hamburgs kann um 80 Prozent gesenkt werden.
- Die Wirtschaft und die Einwohner Hamburgs könnten bis zu 500 Mio. Euro einsparen.
- Die weltweiten Klimafolgeschäden mit teilweise existenzieller Bedeutung für das Leben zahlreicher Menschen sowie Folgekosten von mehr als 500 Mio. Euro könnten reduziert werden.







