2009 hatten der BUND und ein Privatkläger den gerichtlichen Baustopp für das E.on-Werk in Datteln erreicht. Doch während die Welt in Kopenhagen um ambitionierten Klimaschutz ringt, hat die die NRW-Landesregierung sein Klimaschutzziel aus dem Landesgesetz gestrichen. Damit soll der Weg für den Dattelner Klimakiller und zehn weitere Kohlekraftwerke in NRW rückwirkend geebnet werden. Ein fatales Signal nach Kopenhagen und für die deutsche Klimabilanz, die NRW schon heute mit 300 Mio. Tonnen Treibhausgasen im Jahr belastet.
"Der Neubau von Kohlekraftwerken ist unvereinbar mit der Notwendigkeit, den CO2-Ausstoß rasch zu senken. Neue Kohlekraftwerke belasten noch bis zu sechzig Jahren das Klima oder werden gigantische Investitionsruinen", sagte Dirk Jansen vom BUND NRW. Beschämend, wie die schwarz-gelbe Landesregierung in NRW die Gewinninteressen des E.on-Konzerns über die Klimaschutzinteressen der Allgemeinheit stellt.
Mehr als 60.000 Unterschriften gegen die "Lex E.on"
Etwa 63.000 Menschen haben innerhalb von zehn Tagen den Appell von BUND und Campact gegen diese Entscheidung unterschrieben!
Der BUND wird weiter alle Hebel in Bewegung setzen, um das Kohlekraftwerk Datteln und den NRW-Klimairrsinn zu stoppen. So sind weitere Gesetzesänderungen geplant, um weitere neue Kohlekraftwerke in NRW bauen zu können.