Erneuerbare weiter ausbauen
Dank des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) produzieren Wind, Wasser, Sonne und Biomasse heute schon 12 Prozent des Stroms. In den letzten Jahren erlebte die Branche einen Boom. Alleine die Kapazitäten der Windräder sind jedes Jahr um 20 Prozent gewachsen. Demnächst folgt der Ausbau auf See. Bis 2020 können die erneuerbaren Energien knapp 30 Prozent zur Stromerzeugung beitragen.
Beim Ausbau der erneuerbaren Energien als Ersatz für Öl- und Gasheizungen hakt es noch. Solaranlagen auf Hausdächern für die Warmwasserbereitung und das Heizen mit Biogas oder Holzpellets haben in vielen Regionen Seltenheitswert. Hier gab es nur eine geringe Steigerung von 5,3 Prozent in 2005 auf 5,9 Prozent in 2006. Deshalb ist ein Gesetz für den Wärmebereich erforderlich, das einen dem EEG vergleichbaren Boom auslöst.
Kraft-Wärme-Kopplung fördern
Die höchsten Effizienzgewinne bei der Strom- und Wärmeerzeugung lassen sich durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erzielen. In diesen Kraftwerken werden gleichzeitig Strom und Wärme für Gebäudeheizungen oder Industrieprozesse gewonnen. Das mögliche KWK-Potenzial zeigt ein Blick über die Grenzen: Der Anteil der KWK an der Stromerzeugung beträgt in Deutschland 11 Prozent, in den Niederlanden und Finnland liegt er bei nahezu 40 Prozent und in Dänemark schon bei 50 Prozent. Dieser Ausbau lässt sich relativ schnell durchführen: So wurde in den Niederlanden die KWK-Kapazität von 1987 bis 1997 verdreifacht.
2001 haben die Energiekonzerne in Deutschland versprochen, den Anteil der KWK bis 2010 zu verdoppeln. Trotzdem haben EnBW, Eon, RWE und Vattenfall deren Ausbau weiter blockiert. Der BUND fordert deshalb umgehend ein Gesetz zur Förderung der KWK.
Effizienz ist die Voraussetzung
Die erneuerbaren Energien und KWK können den Kohle- und Atomstrom nur vollständig ersetzen, wenn der Stromverbrauch insgesamt sinkt. Das ist kein Wunschtraum. Zahlreiche Studien zeigen, dass der Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 halbiert werden kann. Allein mit einem vom BUND präsentierten Maßnahmenbündel zur Senkung des Stromverbrauchs könnten 47 Millionen Tonnen CO2 jährlich eingespart werden.