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Elektrische Wärmepumpen

Die Werbung verspricht Ihnen die Sonne …

„Kostenlose Sonnenwärme aus der Erde“, „Kraftwerk unterm Haus“, "wie der Föhn in den Alpen“ – die Werbung für Wärmepumpen ist vielfältig und sagt zu oft nicht alles. Richtig ist: Die Wärmepumpe nimmt Wärme aus der Luft oder dem Erdreich, dem Grundwasser oder auch aus Abwärme und Abwasser auf und bringt diese Wärme auf ein höheres Temperaturniveau zum Heizen oder zur Warmwasserbereitung.

Was oft in der Werbung nicht erwähnt wird – die elektrische Wärmepumpe arbeitet mit Strom. Mit einer Kilowattstunde (kWh) Strom werden der Umwelt rund 2 kWh entzogen und damit rund 3 kWh nutzbare Wärme erzeugt.

… und am Horizont stehen Kohlekraftwerke

Der Strom für die Wärmepumpe stammt in der Heizperiode zumeist aus Kohlekraftwerken. In diesen wird aus ca. 3 kWh Primärenergie Kohle nur 1 kWh Strom gewonnen, der Rest geht als ungenutzte Abwärme an die Umwelt. In der Primärenergiebilanz bringen daher Wärmepumpen in der Regel keinen Vorteil gegenüber einer direkten Verbrennung der Kohle zum Heizen.

Es gibt also keinen Grund, sich wegen Umwelt- oder Klimaschutz für eine Wärmepumpe zu entscheiden. Denn letztlich stellen Sie Ihre Heizung mit einer Wärmepumpe auf Kohlestrom um. Elektrische Wärmepumpen sind trojanische Pferde für neue klimaschädliche Kohlekraftwerke.

Der BUND rät: Senken Sie lieber den Heizenergieverbrauch Ihres Hauses, statt über den Einbau einer Wärmepumpe nachzudenken. Nur bei Passivhäusern im Neubau kann eine Wärmepumpe sinnvoll sein, da hier eine kleine Wärmepumpe zur Wärmerückgewinnung aus der Abluft reicht.

Mehr Informationen

Klimafakten: die elektrische Wärmepumpe – eine verkappte Kohleheizung



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