"Aus" ist nicht "aus". Über 100 Euro unnütze Stromkosten
Mehrere Millionen Tintenstrahldrucker sind in Deutschlands Wohnungen und Büros zu finden. Sie sind im Vergleich zu Laserdruckern billig in der Anschaffung und drucken gestochen scharfe Fotos. Doch nach dem vermeintlich günstigen Kauf wird den Verbrauchern das Geld gleich zweifach aus der Tasche gezogen. Erstens machen die Tintenpatronen häufig vorzeitig schlapp. Zweitens verbrauchen viele Geräte unverhältnismäßig viel Strom auf Kosten des Klimas und der Verbraucher.
Besonders tückisch dabei ist der Stromverbrauch im sogenannten Schein-Aus-Modus. Wenn der Ausschalter betätigt wird, wechselt das Gerät vom Stand-by in den Schein-Aus-Modus. Alle Lämpchen am Gerät hören auf zu leuchten. Als Verbraucher denkt man, das Gerät sei vollständig ausgeschaltet. Doch in Wirklichkeit verbraucht das Gerät immer noch viel Strom. Dieser schleichende Stromverbrauch summiert sich bei vielen Geräten auf über 100 Euro während der Lebensdauer der Drucker.
Der BUND hat den Stromverbrauch der Tintenstrahldrucker anlässlich der CEBIT 2008 unter die Lupe genommen. Zahlreiche der aktuell angebotenen Geräte haben einen Schein-Aus-Verbrauch über 5 Watt. Dieser hohe Stromverbrauch trifft nicht nur die Verbraucher, sondern auch das Klima. Jedes einzelne Gerät alleine fällt dabei kaum ins Gewicht. Aber in der Summe belastet der unnötige Stand-by-Verbrauch aller elektronischen Geräte das Klima mit zehn Millionen Tonnen CO2. Das entspricht dem gesamten CO2-Ausstoß einer Großstadt von der Größe Kölns.