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Wasserkraft – kleine Anlagen technisch verbessern

Abgesehen vom Brennholz war Wasserkraft bis Mitte der 1990er Jahre die einzige in nennenswertem Umfang genutzte erneuerbare Energie. Wasserkraft trägt heute etwa fünf Prozent zur deutschen Stromerzeugung bei und ist damit derzeit noch der quantitativ bedeutendste erneuerbare Energieträger.

Der eingespeiste Strom kommt dabei überwiegend aus älteren, größeren Wasserkraftwerken. Die dafür errichteten Talsperren sind aber relativ starke Eingriffe in die Natur. Sie belasten die Ökosysteme unserer Bäche und Flüsse, die Lebensräume von Tieren und Pflanzen. Mit Rücksicht darauf sollte der Beitrag der Wasserkraftnutzung langfristig verhältnismäßig bescheiden sein. Jedoch ist die Technologie – im Gegensatz u.a. zur Photovoltaik – schon sehr ausgereift und kann in naher Zukunft deshalb wesentlich zum Klimaschutz beitragen.

kleines Wasserkraftwerk, Foto: www.pixelio.de
Kleines Wasserkraftwerk am Mühlbach in Mittenwald (Bayern).

Der BUND lehnt grundsätzlich die Errichtung neuer Stauanlagen für große Wasserkraftwerke und neue Speicherkraftwerke ab. Kleinere Wasserkraftanlagen an Fließgewässern sollten nur dann neugebaut werden, wenn sie ältere Anlagen ersetzen. Die Reaktivierung oder der Ausbau von Wasserkraftanlagen darf Naturschutzbemühungen grundsätzlich nicht im Weg stehen. Die Erhaltung natürlicher und naturnaher Fließgewässer oder die Renaturierung verbauter Gewässer muss immer Vorrang vor der Wasserkraftnutzung haben!

Gleichwohl sind sehr viele unserer Fließgewässer und Auen aufgrund der vielfältigen Nutzungsanforderungen unserer Gesellschaft stark verändert worden, bisweilen sogar unumkehrbar. Deshalb können Anlagen zur Nutzung der Wasserkraft vielerorts reaktiviert, technisch optimiert oder ausgebaut werden, ohne dass sich der Gewässerzustand damit verschlechtert. Im Rahmen solcher Bauarbeiten besteht sogar die Möglichkeit, die Gewässer ökologisch zu optimieren. Trotz der klaren Priorität für den Fließgewässerschutz gibt es vielfältige Möglichkeiten, Energie aus Wasser zu gewinnen. Diese müssen genutzt werden.

Lesen in der BUND-Position "Wasserkraftnutzung unter der Prämisse eines ökologischen Fließwasserschutzes" mehr darüber, welche Kriterien der BUND zur Nutzung der Wasserkraft ansetzt.



Der BUND empfiehlt Ökostrom, der mit dem GrünerStromLabel ausgezeichnet wurde. Das Label garantiert den Ausbau der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien in Deutschland - bisher wurden rund 700 Neuanlagen  gefördert.

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