Die Photovoltaik hat ihre Anfangsprobleme weitgehend überwunden. Entgegen falscher Behauptungen über den Energieaufwand zur Herstellung der Module liegt die energetische Amortisation inzwischen bei wenigen Jahren. Teilweise werden PV-Module schon mit erneuerbaren Energien hergestellt. Die Stromerzeugung ist emissionsfrei, wenngleich bei der Herstellung immer noch gefährliche Chemikalien eingesetzt werden.
Es stehen auf Dächern genügend (Süd-) Flächen zur Verfügung, um die Spitzenlast und etwa 10 Prozent des heutigen Strombedarfs (50 TWh) zu decken. Der BUND spricht sich dafür aus, der gebäudeintegrierten Anwendung der Photovoltaik den Vorzug zu geben. Insbesondere sollten PV-Anwendungen gefördert werden, die durch Verschattung zugleich den Bedarf an Kälteerzeugung senken. Eine erhöhte Vergütung von PV-Freiflächenanlagen sollte nur dann gewährt werden, wenn sie auf Konversionsflächen, Gewerbegebieten o.ä. installiert sind.
Ähnlich wie jede Heizungserneuerung sollte jeder Dachneubau und jede Dachsanierung für den Aufbau von PV-Anlagen genutzt werden. Die Architektur kann sich nicht nur über energieeffizientes Bauen, sondern auch durch die intelligente Nutzung der Solarenergie profilieren.
Die kostendeckende Vergütung der Stromerzeugung hat sich (nicht nur) bei Photovoltaikanlagen bewährt. Die Senkung der Herstellungskosten für den immer noch relativ teuer erzeugten photovoltaischen Strom ist besonders wichtig, damit die jährliche degressive Vergütung dem Ausbau der Photovoltaik nicht im Wege steht.