Sie befinden sich hier:

Sonnenenergie

Die Sonne schickt uns über 10.000 mal mehr Energie, als wir auf der Erde nutzen. Insbesondere der Heizenergie- und Warmwasserbedarf kann größtenteils mit Solarwärme gedeckt werden.

gleißendes Sonnenlicht, Foto: www.pixelio.de

Einsparungen und Minderungen der CO2-Emissionen von über 80 Prozent sind möglich. Eine Ausstattung von Wohngebäuden mit 4-5 qm Solarkollektoren pro Person zur Unterstützung der Heizung und Warmwasserbereitung sollte flächendeckend verbreitet und in den nächsten 30 Jahren erreicht sein. Sinnvoll ist die Kombination der Wärmegewinnung aus Sonnenkraft mit Wärmenetzen, Wärmespeichern und anderen KWK-gespeisten Wärmeerzeugern. Bei jeder Heizungsmodernisierung sollte obligatorisch geprüft werden, ob der Einsatz von Solarthermik und/oder KWK-Anlagen (Blockheizkraftwerke) möglich ist.

Bei der Nutzung der Solarthermik ist – ähnlich wie bei anderen erneuerbaren Energien – ein verlässlicher langfristiger Vergütungsmechanismus nötig. Der BUND spricht sich für ein Bonussystem und die Umlage von Differenzkosten auf fossile Energieträger aus. Damit kann auch der bürokratische Aufwand gering gehalten werden.

Photovoltaik

Sonnenkollektoren auf einem Hausdach, Foto: www.pixelio.de
Sonnenkollektoren auf einem Hausdach

Die Photovoltaik hat ihre Anfangsprobleme weitgehend überwunden. Entgegen falscher Behauptungen über den Energieaufwand zur Herstellung der Module liegt die energetische Amortisation inzwischen bei wenigen Jahren. Teilweise werden PV-Module schon mit erneuerbaren Energien hergestellt. Die Stromerzeugung ist emissionsfrei, wenngleich bei der Herstellung immer noch gefährliche Chemikalien eingesetzt werden.

Es stehen auf Dächern genügend (Süd-) Flächen zur Verfügung, um die Spitzenlast und etwa 10 Prozent des heutigen Strombedarfs (50 TWh) zu decken. Der BUND spricht sich dafür aus, der gebäudeintegrierten Anwendung der Photovoltaik den Vorzug zu geben. Insbesondere sollten PV-Anwendungen gefördert werden, die durch Verschattung zugleich den Bedarf an Kälteerzeugung senken. Eine erhöhte Vergütung von PV-Freiflächenanlagen sollte nur dann gewährt werden, wenn sie auf Konversionsflächen, Gewerbegebieten o.ä. installiert sind.

Ähnlich wie jede Heizungserneuerung sollte jeder Dachneubau und jede Dachsanierung für den Aufbau von PV-Anlagen genutzt werden. Die Architektur kann sich nicht nur über energieeffizientes Bauen, sondern auch durch die intelligente Nutzung der Solarenergie profilieren.

Die kostendeckende Vergütung der Stromerzeugung hat sich (nicht nur) bei Photovoltaikanlagen bewährt. Die Senkung der Herstellungskosten für den immer noch relativ teuer erzeugten photovoltaischen Strom ist besonders wichtig, damit die jährliche degressive Vergütung dem Ausbau der Photovoltaik nicht im Wege steht.

Solarthermische Kraftwerke

Solarfeld Erlasee bei Arnstein in Bayern, Foto: www.pixelio.de
Solarfeld Erlasee bei Arnstein in Bayern. Das Kraftwerk ist die zur Zeit größte Photovoltaikanlage der Welt.

Neben der photovoltaischen Stromerzeugung hat die Stromerzeugung aus Solarthermik ein hohes Potenzial. Mit Erzeugungskosten von 20-30 ct/kWhel liegt Strom aus solarthermischen Kraftwerken (SOT) heute schon deutlich unter den Kosten von PV-Strom und kann sogar noch günstiger werden.

Solarthermischen Kraftwerke können eine sehr wichtige Stromquelle für Länder des Südens darstellen. Darüber hinaus kann Strom aus SOT, insbesondere wenn diese Kraftwerke schon weit verbreitet sind, auch einen Teil des unter Umständen verbleibenden Importbedarfs in Europa decken.



Solarberatung des BUND Bremen

Haus mit Sonnenkollektor auf dem Dach

Die Solarberatung des BUND Bremen ist für Privatleute und Firmen aus Bremen gratis. Für "Nicht-Bremer" kostet das Angebot 25,00 Euro inkl. MwSt.

Ihre Spende hilft.

Suche

Metanavigation: